Schwäbische Zeitung: Kommentar zur Großen Koalition: SPD in schwerem Gewässer

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Keine Frage, die Große Koalition ist der Union
besser bekommen als der SPD, und so ist es kein Wunder, dass die
Sozialdemokraten sich immer heftiger von ihr absetzen. Damit kommt
die SPD in schweres Gewässer, denn sie kann ihre eigenen Leistungen
der letzten vier Jahre nicht so recht zum Glänzen bringen. Volker
Kauder (CDU) hat Recht, die Sozialdemokraten spielen derzeit
gleichzeitig Regierung und Opposition.

Doch was bleibt ihnen anderes übrig? Im Schatten einer übermächtig
erscheinenden Union müssen sie den Angriff wagen. Sie setzen im
Wahlkampfendspurt auf ihre Kernthemen: Arbeit, Soziales,
Gerechtigkeit und Bildung. Die SPD will mit den Wählern über die
nächsten Jahre reden, sie will Inhalte herüberbringen. Damit hat sie
die Lehren gezogen aus dem Fehler zum Anfang des Jahres, als sie vor
der Saarlandwahl nach links geblinkt und dafür vom Wähler eine Abfuhr
bekommen hatte. Jetzt gehen die Sozialdemokraten den
Koalitionsdebatten lieber aus dem Weg und setzen trotzig darauf,
stärkste Kraft zu werden. Dabei ist das der unwahrscheinlichste
Wahlausgang. Sehr viel mehr im Bereich des Möglichen liegt, dass die
Großkoalitionäre auch weiterhin miteinander auskommen müssen.

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Schwäbische Zeitung
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