Start in neuartige duale Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher

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13 Frauen und Männer beginnen jetzt ihre Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher an der Freien Dualen Fachschule für Pädagogik in Stuttgart-Vaihingen. Sie profitieren von einem dualen System mit abwechselnden Theorie- und Praxisphasen und beziehen vom ersten Jahr an ein Ausbildungsgehalt. Beides ist für Auszubildende in diesem Bereich – noch – ungewöhnlich.

Stuttgart – Neun Frauen und vier Männer zwischen 19 und 39 Jahren, viele von ihnen „Quereinsteiger“, starten heute (5. September 2011) an der neuen Freien Dualen Fachschule für Pädagogik, Fachschule für Jugend- und Heimerziehung, in Stuttgart-Vaihingen ihre Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher. „Wir freuen uns auf unseren ersten –Jahrgang– und sind gespannt, wie diese sehr gemischte Gruppe zusammen findet“, sagt Schulleiterin Eva Lang von der Konzept-e für Bildung und Soziales, die die Schule führt. Die Auszubildenden bringen ganz unterschiedliche Lebensläufe mit: „Die Jüngsten absolvierten nach der Schule ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ). Manche von den Älteren haben viele Jahre in einem technischen Beruf gearbeitet. Andere verfügen bereits über pädagogische Kompetenzen aus einer vorher gegangenen Berufsausbildung.“ Konzept-e-Geschäftsführerin Waltraud Weegmann freut sich, dass das neue duale Ausbildungs­konzept genau solche Personen angesprochen hat, die sie für die Frühpädagogik gewinnen möchte. „Wir brauchen aufgeschlossene, neugierige Menschen mit vielfältigen Interessen – gerne auch mit Lebens- und Berufserfahrung und gerne auch Männer, die es in diesem Bereich noch viel zu wenig gibt.“

„Altes Ausbildungssystem ist überholt“
Bislang sei die Ausbildung aber nicht attraktiv genug, meint Waltraud Weegmann. Das traditionelle Ausbildungssystem sieht für angehende Erzieherinnen und Erzieher eine zwei- bis dreijährige unbezahlte Schulzeit in einer Fachschule für Sozialpädagogik vor. Eine solche Ausbildung sei aus finanziellen Gründen für viele Interessentinnen und Interessenten kaum realisierbar. Außerdem störe gerade ältere Anwärterinnen und Anwärter ein „verschultes“ System, auf das sie wenig Einfluss hätten.

Neu: Theorie- und Praxisphasen wechseln ab
Die neue Duale Fachschule für Pädagogik macht es daher anders: Die 13 Auszubildenden starten jetzt mit einer dreimonatigen Theoriephase, in der sie sich mit Grundlagen aus den einzelnen Lernbereichen vertraut machen. Anschließend folgt die erste dreimonatige Praxisphase in der Kita, in der sie das Gelernte anwenden und überprüfen können – dann geht es wieder an die Schule.

Ausbildungsgehalt und Lernkonzept überzeugen
Der Wechsel von Theorie und Praxis sorgt nicht nur für eine bessere Verzahnung der beiden Bereiche, er macht außerdem ein Ausbildungsgehalt vom ersten Tag an möglich. Für einige der Anfängerinnen und Anfänger, besonders für die, die sich beruflich umorientierten, war dieser finanzielle Aspekt ein ausschlaggebender Punkt. Außerdem kam vielen der Bewerberinnen und Bewerber das pädagogische Konzept der Fachschule entgegen, das eigenständiges Lernen alleine, in Teams, über eine Lernplattform im Internet und im Austausch mit den Fachlehrerinnen und -lehrern in den Vordergrund stellt.

Informationen zur Fachschule finden Sie unter http://www.freiedualefachschule.de oder erhalten Sie beim Fachschul-Team unter: fachschule@konzept-e.de.

Foto: Tom Perper

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