Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Corona-Impfung

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Dem Markt kann die Verteilungsfrage nicht überlassen werden. Es gibt letztlich nur ein unmittelbar einleuchtendes Kriterium für die Priorisierung des Impfstoffes: Die am meisten Gefährdeten und Verwundbaren müssen zunächst berücksichtigt werden. Wobei viele Punkte bei dieser Festlegung einfließen, nicht nur Alter und Vorerkrankungen, sondern auch die soziale Situation, also etwa die Wohnumstände, die die Betroffenen womöglich einer erhöhten Gefährdung aussetzen. Dass danach die Personen besonders zu berücksichtigen sind, die beruflich mit der Bekämpfung des Virus betraut sind, also medizinisches pflegerisches Personal, ist auch unmittelbar einsichtig. Doch es sollte sich niemand täuschen. Auf allgemeine Prinzipien kann man sich schnell einigen. Aber in der Praxis wird es Konflikte geben. Es ist vorauszusehen, dass nicht jeder einverstanden sein wird, wenn etwa Obdachlosen und Asylbewerbern, die aufgrund ihrer sozialen Situation zu den sehr gefährdeten Gruppen gehören, eine höhere Dringlichkeit zugebilligt wird als den zwar betagten, aber in einem gut zu schützenden Milieu lebenden Eltern.

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