Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Neuaufstellung der Bundeswehr

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Die Pläne von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zur Neuaufstellung der Bundeswehr bedeuten keine Kahlschlagreform. Weder sollen Standorte geschlossen noch die Truppe verkleinert werden. Kramp-Karrenbauer will die Truppe auf die Herausforderungen kommender Jahrzehnte ausrichten. Daher will die Verteidigungsministerin dafür die Bundeswehr flexibler machen und Reibungsverluste in der Organisation ausmerzen, um die Einsatzbereitschaft zu erhöhen. All dies ist richtig und überfällig, dagegen gibt es weder von Experten noch aus der Truppe selbst nennenswerten Widerspruch. Allerdings: Eine Reform der Bundeswehr kostet viel Zeit und Kraft. Bis zur Bundestagswahl sind es nur noch wenige Monate. Annegret Kramp-Karrenbauer muss also darauf hoffen, dass die Wählerinnen und Wähler der Union weitere Zeit in der Regierung zutrauen. Und dass sie selbst ihren Wunsch erfüllt bekommt, nach der Wahl Verteidigungsministerin zu bleiben. So drängt sich der Eindruck auf, dass die Ministerin mit dem nun vorgelegten Plan auch gegenüber der eigenen Partei ihren Verbleib im Amt sichern möchte.

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