Stuttgarter Nachrichten: zu härteren Strafen für Verkehrssünder

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In der kriminologischen Wissenschaft gibt es
einen Konsens darüber, dass höhere Strafen nicht der Weisheit letzter
Schluss sind. Ob ein Bankraub fünf oder acht Jahre Haft einbringen,
das hält letztlich niemanden von der Tat ab. Bei Bußgeldern im
Straßenverkehr ist das völlig anders. Man muss nur in Richtung
Schweiz fahren, um das zu beobachten. Da ist auf der deutschen Seite
der Autobahn manch ein Bleifuß unterwegs, der nach dem Schlagbaum
schnell brav wird. Das hat seinen Grund. 17 Kilometer pro Stunde mehr
als erlaubt kosten vor Schaffhausen 30 Euro. Danach etwa das
siebenfache, 240 Franken – also 220 Euro. Der disziplinierende Effekt
gilt bei schnellem Fahren wie bei falschem Parken oder dem
Blockieren der Rettungsgasse. Es spricht nichts dagegen, die
Tatbestände stärker zu sanktionieren, deren Verwirklichung es mit
sich bringt, andere massiv zu gefährden.

Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

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