Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Integrationsgipfel/Ausländer: Zwei Sichtweisen, eine Regierung

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Die Integrationspolitik in Deutschland kommt nur
mühsam voran. Auch der sechste Integrationsgipfel der Bundesregierung
konnte daran nichts ändern. Innerhalb der Regierung ist man sich
nicht einig, mit welchem Ziel solche Gespräche geführt werden sollen.
In weiten Teilen der Union werden Integrationsthemen noch immer unter
der Überschrift „Risikovorsorge“ abgehandelt. Migranten werden dort
als Problem gesehen – für die Sozialkassen, für die innere
Sicherheit, für die eigene nationale Identität. Die FDP sieht eher
die Chancen von Zuwanderung und folgt dem Ruf der Wirtschaft, die
händeringend nach Fachkräften sucht. Das passt nicht zusammen.

Es gibt ohne Zweifel nach wie vor Probleme, beispielsweise bei der
Integration junger Menschen der zweiten und dritten
Migrantengeneration, die ohne Qualifikation und mit schlechten
Deutschkenntnisse heranwachsen. Wer aber deren Schwierigkeiten als
Argument verwendet, um gesteuerte Zuwanderung bestens qualifizierter
Menschen zu bremsen, löst keine Probleme, sondern schafft viele neue.

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