Südwest Presse: Kommentar zur SPD

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Mehr wir, weniger ich – diese Kernaussage der
Sozialdemokraten hat sich gestern nicht zuletzt ihr Kanzlerkandidat
selbst zu Herzen genommen. Peer Steinbrück hat mit einer ebenso
kämpferischen wie klugen Rede die vermutlich letzte Chance genutzt,
die wenig überzeugende erste Phase seiner Kandidatur abzuhaken und
den Trend doch noch zu wenden. Steinbrück hat sich selbst
zurückgenommen. Gemeinsamkeit war seine zentrale Botschaft und
erfreulich konkret hat er die Ziele einer rot-grünen Regierung
umrissen. Mit der Forderung nach Beinfreiheit hat er die Genossen
nicht erneut erschreckt. Kompatibel war Steinbrücks Auftritt auch mit
dem anschließend beschlossenen Wahlprogramm. Dass die
Traditionspartei der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth das Wort gab
und damit erstmals der Spitze des Wunsch-Koalitionspartners Rederecht
einräumte, wird ebenfalls Signalwirkung entfalten. Noch 161 Tage, so
rechnete Steinbrück vor, sind nun Zeit, die Wählerschaft bis zur
Bundestagswahl zu überzeugen, dass Rot-Grün die bessere Alternative
als Schwarz-Gelb ist. Der Jubel eines Parteitags ist auf diesem Weg
nur ein kleiner Schritt. Denn zurzeit ist ganz und gar keine
Wechselstimmung zu spüren, vor allem Kanzlerin Angela Merkel erfreut
sich großer Zustimmung. Nur im engen Schulterschluss mit seiner
Partei, das hat Peer Steinbrück begriffen, ist daran noch was zu
ändern.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218

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