UNO-Flüchtlingshilfe zum Europatag (9.5.) / Europa nicht Zentrum der weltweiten Fluchtbewegungen

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„Europa nimmt die meisten Flüchtlinge auf“, so lautet ein gängiges Vorurteil. Die UNO-Flüchtlingshilfe betont anlässlich des Europatages, dass von den weltweit mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht weniger als zehn Prozent in Europa leben. Die allermeisten Schutzsuchenden bleiben in ihren Heimatländern oder werden von Staaten in Afrika oder Asien aufgenommen, die selbst mit Armut, Konflikten und anderen politischen und sozialen Problemen zu kämpfen haben.

„Niemand flieht ohne Grund, und den meisten Menschen fällt es nicht leicht, ihre Heimat zu verlassen. Die großen Fluchtbewegungen finden woanders statt. Doch Europa und seine Zivilgesellschaften können ein weltweiter Leuchtturm der Solidarität mit Menschen auf der Flucht sein“, betont Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe anlässlich des Europatages.

Hört man von Menschen auf der Flucht, kommen vielen sofort die Bilder von notdürftig geflickten, überfüllten Schlauchbooten auf dem Mittelmeer in den Sinn. Oder man denkt an die zahlreichen Debatten in Deutschland über die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen. An die Kinder und Jugendlichen, die noch immer in den griechischen Aufnahmelagern warten und ihr Leben endlich mit einer Perspektive in Europa verbinden wollen. Die Zahl der Flüchtlinge weltweit hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt: Waren es 2009 noch knapp über 43 Millionen Menschen, so sind es jetzt mehr als 80 Millionen.

Hauptursache für diese Entwicklung ist die Kombination aus Langzeitkonflikten mit großen Fluchtbewegungen wie in Syrien, Afghanistan oder Südsudan und neueren Krisen wie in Venezuela, der Sahelzone oder aktuell in Äthiopien. Alles Regionen, die sich außerhalb Europas befinden, und wo die Nachbarstaaten die Hauptlast und die Verantwortung für Geflüchtete tragen. Diese Krisen sind nur selten in den Schlagzeilen.

Staaten und Gemeinden, die Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen haben, brauchen umfangreiche Unterstützung. Fehlendes Geld kann Instabilität herbeiführen, hat Konsequenzen für die lebenssichernde humanitäre Hilfe oder löst Weiterwanderung aus. Aus Sicht der UNO-Flüchtlingshilfe können die Menschen in Europa durch ihr Engagement zeigen, dass die Menschen auf der Flucht nicht allein sind und ihr Schicksal nicht in Vergessenheit gerät.

Unterstützungsmöglichkeiten unter:

www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluchtursachen

Pressekontakt:

Marius Tünte
Tel. 0228-90 90 86-47
tuente@uno-fluechtlingshilfe.de

Original-Content von: UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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