Viele Millionen Verbandsmitglieder unzufrieden mit Politik in der Krise / Große Verbände-Studie: Auch Lobbyisten stehen massiv in der Kritik (FOTO)

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Nur 17 Prozent der Mitglieder in Deutschlands Verbänden sind sehr zufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung. Die EU schneidet noch schlechter ab: Sie überzeugt lediglich 5 Prozent der Verbandsmitglieder mit ihrem Handeln in der Krise. Und auch die Lobbyisten stehen massiv in der Kritik ihrer Beitragszahler. Das zeigt die bundesweite Studie „Fanfocus Deutschland Verbände“ des Marktforschungsunternehmens 2HMforum. aus Mainz.

Befragt wurden knapp 2.000 Mitglieder verschiedenster Organisationstypen in ganz Deutschland – u.a. Mitglieder von Parteien, Kirchen, Branchen- und Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Handwerksinnungen, Umweltschutz- und Verbraucherschutz-Organisationen. Schwerpunkt der wissenschaftlich fundierten Studie sind die Mitgliederzufriedenheit, die emotionale Mitgliederbindung sowie die Auswirkungen der Pandemie.

In Deutschland gibt es aktuell mehr als 15.000 Verbände und Mitgliedsorganisationen. Die größten unter ihnen – etwa der ADAC, die großen Sportverbände oder das Rote Kreuz – haben mehrere Millionen Mitglieder.

Söders und Laschets Landesregierungen

Die Mitglieder in Deutschlands Verbänden geben dem Krisenmanagement der Bundesregierung keine guten Noten. Aber wie schneidet Söders Landesregierung in Bayern im Vergleich zu Laschets NRW- und Müllers Berlin-Regierung in Sachen Corona-Krisenmanagement ab? In Bayern, dem Bundesland mit den einschneidendsten Schutzmaßnahmen, geben 31 Prozent der Verbandsmitglieder an, mit dem Krisenmanagement der dortigen Landesregierung sehr zufrieden zu sein. In Baden-Württemberg sind dies nur 13 Prozent, in NRW lediglich 11 Prozent und in Berlin sogar nur 9 Prozent. Generell schneiden die Landesregierungen und auch deren Kommunen in Ostdeutschland hier schlechter ab im Vergleich zu denen in Westdeutschland.

Große Stütze in der Krise? Eher nein…

Die wissenschaftlich fundierte Studie „Fanfocus Deutschland Verbände“ zeigt, dass nur jedes fünfte Mitglied mit dem bisherigen Krisenmanagement des eigenen Verbands sehr zufrieden ist. Weder die aktuell stark geforderten und u. a. in der BDA oder dem BDI organisierten Branchen- und Arbeitgeberverbände, denkt man beispielsweise an DEHOGA, HDE oder VDA, erhalten hier für ihre wichtige Arbeit von ihren Mitgliedern gute Noten, noch die Parteien, Gewerkschaften, Verbraucherschutzorganisationen oder gar die Kirchen. Ebenfalls insgesamt nicht gut, jedoch besser schneiden hier z.B. Sport- und Umweltschutzorganisationen, Sozial- und Wohlfahrtsverbände, Medizin-, Patienten- und Selbsthilfevereinigungen und Handwerksinnungen ab.

„Das ist eine klare Aufforderung an die Organisationen mehr auf die Interessen ihrer Mitglieder einzugehen und ihre Funktion als Fürsprecher in der Öffentlichkeit wahrzunehmen“, interpretiert Stefan Eser, wissenschaftlicher Leiter der Studie. „Denn wenn mehrere Millionen zahlende Mitglieder sich in der aktuellen Lage in der Politik nicht ausreichend gehört und vertreten fühlen, drohen für die Verbände massive Abwanderung, Kündigung oder gar negative Mundpropaganda.“

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Margot Brinkhus
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