Vor dem Verhungern bewahrt: Stiftung Kinderzukunft rettet Kinder in Guatemala

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Die Kinder leiden Hunger. Freude ist aus ihren Gesichtern gewichen
 

Unterernährung, Gewalt, Vernachlässigung sind normalerweise die Hauptgründe, warum Kinder im Kinderdorf der Stiftung untergebracht werden. Eine dortige Unterbringung ist für sie ein großes Glück. Denn im Kinderdorf erhalten sie regelmäßige Mahlzeiten und Schutz, sie werden gesundheitlich betreut und erhalten Bildung, die ihnen eine Perspektive und ein eigenständiges Leben ermöglicht. Elf unterernährte Mädchen und Jungen wurden in diesen Tagen aufgenommen. Wie alle Kinder, die im Kinderdorf ein Zuhause finden, werden sie gemessen, gewogen und gründlich untersucht. Eine vollwertige und ausgewogene Ernährung soll sie bald wieder zu Kräften kommen lassen. Diese Hilfe – einem hungernden Kind ein Leben im Kinderdorf zu ermöglichen – wird finanziert über Patenschaften und schenkt Zukunft.

Die Folgen von Unterernährung bezahlen Kinder bis zum Ende ihres Lebens mit einem geschwächten Immunsystem und einer gestörten körperlichen und geistigen Entwicklung, die im Extremfall auch zum Tode führen kann. Die Stiftung kümmert sich deshalb neben ihrem Kinderdorf auch um die Kinder rund um das Kinderdorf. Die Vegetation dort ist vom Klimawandel stark betroffenen. Es gibt so gut wie keine Einkommensmöglichkeiten für die Eltern. Die Stiftung betreibt dort drei Hungerküchen, in denen Kinder aus bitterarmen Verhältnissen zumindest eine warme Mahlzeit am Tag erhalten. – Normalerweise. Seit Monaten sind die Küchen aufgrund von Corona geschlossen. Die Stiftungsmitarbeiter machen sich große Sorgen, denn sie wissen, dass die Kinder und die Bevölkerung hungern. Mithilfe eines Spendenaufrufs konnte im Februar eine weitere Lebensmittelverteilung durchgeführt werden. 180 Lebensmittelpakete wurden in die umliegenden Dörfer gebracht und helfen 720 Guatemalteken, die nächsten Wochen zu überleben. Ein Hilfspaket beinhaltet je 2 Pfund Haferflocken, Sojapulver, Grieß und Pulvermilch außerdem 2 Pfund Nudeln und schwarze Bohnen, 3 Pfund Reis, 5 Pfund Zucker und einen Liter Pflanzenöl. Nicht selten kommen den Menschen die Tränen, so dankbar sind sie für diese einfachen Lebensmittel. Als Matia Modesta García Vásquez ihr Paket entgegennimmt, sagt sie: „Ich habe noch nie ein Lebensmittelpaket gesehen, das so groß ist. Die Menschen, die uns diese Hilfe senden, sollen belohnt werden.“

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) schätzt, dass die Zahl der Menschen, die akut unter Hunger leiden, in Zentralamerika von 2,2 Millionen im Jahr 2018 auf nun 7,9 Millionen gestiegen ist. Allein in Guatemala hat sich die Zahl der Familien, die während der Pandemie nicht genug zu essen hatten, fast verdoppelt. Guatemala war in den vergangenen Jahren besonders stark vom Klimawandel betroffen, Dürren setzten den Menschen zu. In einigen Gegenden gibt die Landwirtschaft kaum noch etwas her. Die Folgen sind wirtschaftliche Aussichtslosigkeit, anhaltende Gewalt und Hunger.

Die Stiftung Kinderzukunft hilft mit ihren Projekten nachhaltig und erfährt finanzielle Hilfe durch die Klaus und Gertrud Conrad Stiftung, die Dr. Ernst-Günther Bröder Stiftung und die Schottener Soziale Dienste gGmbH. Alle drei engagieren sich finanziell bei den Projekten der Stiftung Kinderzukunft im Kinderdorf, aber auch bei der Lebensmittelverteilung. Für dieses mehrgleisige Engagement bedankt sich die Kinderzukunft auch im Namen der begünstigten Kinder sehr herzlich, denn beides ist wichtig und hat seine Berechtigung.
Patenschaften für ein Kind, ein Haus oder einen Teilbereich des Kinderdorfs geben der Stiftung Planungssicherheit für ihre nachhaltige Arbeit. Spenden erweitert den Handlungsspielraum, sodass das Geld eingesetzt werden kann, wo es am dringendsten gebraucht wird. Beides ist wertvoll. Helfen ist für jeden, in dem von ihm gewünschten Umfang, ob als Privatmann/-frau, Organisation, Stiftung oder Unternehmen, möglich.

Auf Wunsch informiert die Stiftung regelmäßig über Fortschritte des Patenkindes oder des Projektes. Hilfe wird dringend gebraucht. Welche Form der Hilfe die Passende ist, darüber informiert die Stiftung Interessenten gerne im persönlichen Gespräch.

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