VPRT begrüßt den Diskussionsansatz der ARD / Fokus auf den Auftrag

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Der VPRT begrüßt, dass sich die ARD nun den realen
Gegebenheiten stellt: Der Vorschlag der ARD zur Zukunft der digitalen
Spartenkanäle ist eine klare Kehrtwende hin zum Ansatz „Weniger ist
Mehr“, den die BBC bereits vor Jahren mit Erfolg eingeschlagen hat.

Die Reaktion des ZDF nimmt der VPRT zur Kenntnis. „Wir erlauben
uns allerdings vom Spielfeldrand aus, das ZDF auf zwei erhebliche
Fehleinschätzungen hinzuweisen. Zum einen handelt es sich bei ARD und
ZDF nicht – wie die Mitteilung des ZDF vermuten lässt – um zwei
konkurrierende Unternehmen sondern um zwei Anstalten des öffentlichen
Rechts, die möglichst effizient ihren Auftrag erfüllen sollen. Wer
dabei von wem profitiert, ist vollkommen irrelevant. Der Auftrag der
Bundesländer, ein einheitliches Konzept vorzulegen, wird durch dieses
Vorgehen missachtet und stattdessen einem politischen Taktieren
geopfert.

Zum zweiten sei der Hinweis gestattet, dass der Quotenzuwachs bei
ZDFinfo vor allem darauf zurückzuführen ist, dass der Sender sich im
Gegensatz zu tagesschau24 in erheblichem Maß von seiner eigentlichen
Ausrichtung gelöst hat. Dass all das im freundlichen Geleitzug des
zuständigen Gremiums erfolgt, ist umso ärgerlicher, als dass es die
sanften Bemühungen der ARD-Gremien um eine wirkliche Kontrolle ad
absurdum führt“, so der Vorsitzende des VPRT, Dr. Tobias Schmid.

Der VPRT fordert die Medienpolitik der Länder auf, wieder dem
Grundsatz Geltung zu verschaffen, dass der Bedarf der Sender sich am
Auftrag orientiert und nicht der Auftrag am Bedarf der Sender. Das
muss bedeuten, dass die Anzahl der Sender auf ein erforderliches Maß
reduziert wird und sich deren Ausgestaltung alleine am gesetzlichen
Auftrag ausrichtet. Den Ansatz, die junge Zielgruppe durch
Ausgliederung eines neuerlichen und bislang konzeptlosen
Spartenangebots zu gewinnen, hatte der VPRT bereits in Frage
gestellt.

Zunächst sei vielmehr die Auftragserfüllung der Spartensender im
Rahmen des ursprünglich Genehmigten nachzuhalten. Die Sender ZDFneo
und ZDFinfo überschreiten längst den Rahmen bloßer
Ergänzungsprogramme und müssen daher zwingend mit einer
eigenständigen Gremienaufsicht ausgestattet werden, die die
Einhaltung des Auftrages gewährleistet. Dies ist nicht zuletzt dem
durch die EU-Kommission festgelegten Grundsatz geschuldet, dass es
öffentliche Gelder nur unter der Bedingung einer konkreten
Auftragserfüllung und einer binnenpluralen Aufsichtsstruktur für
jedes einzelne Senderangebot gibt.

Pressekontakt:
Pressesprecher
Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH,
Tel.: 030/39880-101,
Email: schultz@schultz-kommunikation.de

Über den VPRT:
Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und
Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und
Mobileangeboten bereichern seine rund 140 Mitglieder Deutschlands
Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit
das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen,
technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als
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Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels – national und
auf EU-Ebene.

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