WAZ: Demokratie ist kein Nebenjob. Kommentar von Ulf Meinke

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Ein Parlament mit Abgeordneten ohne Berufserfahrung
kann niemand wollen. Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal – das ist kein
Ideal. Doch wollen wir einen Landtag der Lobbyisten? Es gibt keine
leichten Antworten auf die Frage, wo genau die Grenze zu ziehen ist
zwischen Politik und Wirtschaft. Einerseits kann ein Job in einem
privaten Unternehmen einen Abgeordneten unabhängig machen von der
Parteidisziplin. Andererseits besteht die Gefahr, dass Interessen des
Arbeitgebers mehr zählen als das Allgemeinwohl. In jedem Fall ist es
den Bürgern schwer zu vermitteln, wenn ein Landtagsabgeordneter im
Nebenjob noch 19 Stunden pro Woche für einen Energiekonzern arbeitet.
Lässt sich die Arbeit für die Menschen im Land etwa nebenbei
erledigen? Gäbe es nicht genug zu tun? Die sauberste Lösung wäre es
wohl, den Job in der Privatwirtschaft ruhen zu lassen, solange die
Parlamentsarbeit ansteht. Die Bürger haben Abgeordnete verdient, die
mit ganzer Kraft bei der Sache sind.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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