WAZ: Die Lufthansa und die Politik – Kommentar von Frank Preuß zu Air Berlin

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Die unappetitlichen Details der
Air-Berlin-Zerschlagung werden erst nach der Wahl auf dem Tisch
liegen. Dazu zählt besonders die Antwort auf die Frage, wie viele
Menschen es ihren Arbeitsplatz kosten wird.

Dass die Lufthansa keine Langstreckenflieger von Air Berlin
übernehmen will, überrascht nicht, sie ist in diesem Bereich selbst
perfekt aufgestellt. Lufthansa ist an den lukrativen Kurz- und
Mittelstreckenflügen interessiert, vor allem auch daran,
monopolartige Zustände auf innerdeutschen Verbindungen zu schaffen,
wie sie herrschten, bevor Air Berlin einst den Markt mit
Sonderangeboten eroberte. Bundespolitiker stehen Lufthansa mit
erstaunlicher Schamlosigkeit zur Seite. Allein die Kartellrechtler
könnten diesen lange geplanten Coup noch verhindern, zumindest
Bedingungen diktieren.

Für den Düsseldorfer Flughafen und damit für die Kunden von Rhein
und Ruhr brechen kurzfristig viele Direktverbindungen nach USA und in
die Karibik weg. Andere Fluggesellschaften wollen Strecken
übernehmen, haben es schon getan. Air Berlin wird in Vergessenheit
geraten. Wer denkt heute noch an die LTU?

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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