WAZ: Seehofers Filz-Problem – Kommentar von Gudrun Büscher

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Es gibt für Horst Seehofer derzeit keine guten
Nachrichten. Das „Mia san mia“, mit dem der bayerische
Ministerpräsident und CSU-Chef gerne in den Wahlkampf zieht, hat
einen faden Beigeschmack bekommen. Fünf Monate vor der Landtagswahl,
bei der die CSU die absolute Mehrheit zurückgewinnen wollte,
schwimmen dem Regierungschef die Felle davon. Seehofer war
angetreten, die CSU zu erneuern und zu alter Stärke zurückzuführen.
Er wollte Schluss machen mit der Amigo-Wirtschaft der Streibl-Zeit,
Filz sollte es in Bayern nur noch als Pantoffeln geben. Und jetzt
das. Der Turbo-Rücktritt von Fraktionschef Schmid, der seine Frau als
Sekretärin bezahlte, hat seine Wirkung verfehlt. Inzwischen wird über
sechs Kabinettsmitglieder diskutiert, die ein Familienmitglied
beschäftigt haben sollen. Dies den bösen alten Amigo-CSU-Zeiten
zuzuschieben, wird Seehofer nicht gelingen. Der Wahlkampf wird
spannend.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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