WAZ: Verdi strebt Job-Einigung mit Eon, Innogy und RWE im Sommer an – Spitzentreffen der drei Konzernchefs geplant

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Nach dem Willen der Gewerkschaft Verdi sollen die
Beschäftigten der Energieversorger Eon, Innogy und RWE noch im Sommer
weitgehend Klarheit zur Zukunft ihrer Arbeitsplätze haben. „Unser
Ziel ist, bis zu den Sommerferien eine Grundsatzvereinbarung mit den
drei Unternehmen zu erreichen. Möglichst bis zum Herbst sollte der
Tarifvertrag für Eon, Innogy und RWE stehen“, sagte
Verdi-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt der „Westdeutschen
Allgemeinen Zeitung“ (WAZ, Donnerstag).“ Scheidt, der auch
stellvertretender Eon-Aufsichtsratschef ist, stellte klar: „Die
Transaktion findet nur dann unsere Zustimmung, wenn die betroffenen
Beschäftigten Arbeitsplatz- und Tarifsicherheit haben.“ Der
angekündigte Arbeitsplatzabbau müsse „sozial abgefedert“ sein. „Das
heißt: ohne betriebsbedingte Kündigungen.“

Nach Informationen der WAZ treffen sich die Vorstandschefs
Johannes Teyssen (Eon), Rolf Martin Schmitz (RWE) und Uwe Tigges
(Innogy) voraussichtlich schon am Donnerstag (3. Mai) an einem
geheimen Ort zu Verhandlungen mit hochrangigen Gewerkschaftern von
Verdi und der IGBCE. In dieser Form hat es ein solches Gespräch noch
nicht gegeben. Verdi-Bundesvorstand Scheidt sagte dazu lediglich:
„Wir befinden uns in Kontakt mit den Unternehmensführungen und wollen
möglichst schnell mit den Verhandlungen beginnen.“

Eon und RWE hatten sich im März darauf geeinigt, die RWE-Tochter
Innogy mit ihren rund 42.000 Beschäftigten untereinander aufzuteilen.
Da sich Eon-Chef Teyssen weigert, einen Verzicht auf betriebsbedingte
Kündigungen zuzusagen, sind die Arbeitnehmervertreter besorgt. Rasch
nach Bekanntwerden des Bündnisses von Eon und RWE forderten die
Innogy-Konzernbetriebsräte Jürgen Wefers und René Pöhls, „dass
betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden und entsprechende
Regelungen tarifiert werden“.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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