WAZ: Verlangter Widerspruch. Kommentar von Daniel Freudenreich

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Es ist paradox. Die Mehrheit der Bürger findet die
Organspende gut, doch nur wenige haben einen Spenderausweis. Deshalb
ist eine Änderung des Transplantationsgesetzes überfällig. Und egal
welche Lösung kommt – die Situation kann nur besser werden. Es ist
schwer vorstellbar, dass die Widerspruchslösung eine Mehrheit im
Bundestag finden kann. Dabei ist sie eigentlich das beste Modell,
weil sie die Bürger, die nicht widersprechen, zu potenziellen
Organgebern macht. Den Gegnern wäre es zuzumuten, dass sie einmal im
Leben ein Formular ausfüllen müssten, wenn sie Herz, Leber oder Lunge
nicht spenden möchten.

Doch auch die Entscheidungslösung von Volker Kauder und
Frank-Walter Steinmeier ergibt Sinn. Sie konfrontiert jeden Bürger
mit dem Thema Organtransplantation. Dies wird zu mehr Spendern
führen. Doch gerade wenn es viele Unentschlossene geben sollte, wäre
es wichtig, sie regelmäßig nach ihrer Haltung zu befragen. Ein klares
Ja oder Nein zur Organspende sollte man von jedem Bürger erwarten
dürfen. Zumindest das sind wir den Tausenden Betroffenen schuldig,
die verzweifelt auf ein neues Organ hoffen.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

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