WAZ: Von Muhammad Ali lernen – Kommentar von Lutz Heuken zum Streit um Merkels Wahlkampfstil

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Wir wissen nicht, wann Angela Merkel von dem
legendären Boxkampf hörte, der am 30. Oktober 1974 in Kinshasa
stattfand: Damals kämpften George Foreman und Muhammad Ali um den
Weltmeistertitel. Ältere werden sich schwärmend an den „Rumble in the
Jungle“ erinnern. Der Kampf wurde vor allem deshalb zur Legende, weil
Muhammad Ali sich rundenlang nicht wirklich wehrte, sich hinter einer
„Doppeldeckung“ verschanzte – und plötzlich den sichtlich erschöpften
George Foreman in der 8. Runde k.o. schlug.

Inzwischen kopiert Angela Merkel diesen Kampfstil Alis perfekt –
und permanent erfolgreich. Das zumindest ahnt ihr SPD-Herausforderer
Martin Schulz, der zunehmend verzweifelt. Einen „Anschlag auf die
Demokratie“ nennt er das inhaltliche Wegducken der Kanzlerin – und an
dieser Einschätzung kann man allenfalls die Wortwahl bemängeln.
Inhaltlich hat Schulz vollkommen Recht: Indem sich Merkel jeder
Debatte um Steuern, Rente oder Außenpolitik entzieht, verhindert sie
die notwendige demokratische Debatte. Wie es aussieht wird Merkels
Ali-Taktik wieder aufgehen. Der Clou: Sie gewinnt sogar, ohne
überhaupt in den Ring zu steigen.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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