Weiterbildung 4.0 / TNS Infratest-Studie 2017: Vielfältige Lernmedien, Eigenorganisation, Flexibilität und mobile Endgeräte prägen das Lernen für die Arbeitswelt 4.0 (FOTO)

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Softwareanwendungen bedienen, in virtuellen Teams kommunizieren,
sich fachlich auf dem neuesten Stand halten – dies sind nur einige
der Kompetenzen, die Mitarbeiter für die digitalisierte Arbeitswelt
benötigen. Doch wie können sie sich diese Skills aneignen? Wie sieht
Weiterbildung für Arbeit 4.0 aus? TNS Infratest befragte im Rahmen
der Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2017“ 300
Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen zum ersten Mal zur
Weiterbildung 4.0. Die aktuellen Ergebnisse der Umfrage, die bereits
zum neunten Mal in Folge im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt
(SGD) durchgeführt wurde, zeigen, was HR-Managern bei einer
Weiterbildung 4.0 am wichtigsten ist: Gelernt wird selbstorganisiert,
eigenverantwortlich sowie zeit- und ortsflexibel – unterstützt von
vielfältigen Medien.

Laut der befragten Personalverantwortlichen ist der technologische
Wandel in 66 Prozent der Unternehmen bereits angekommen. Die
Auswirkungen auf das Arbeiten müssen von den Mitarbeitern der
Unternehmen getragen und bewältigt werden. Berufsbegleitendes Lernen
wird dadurch immer wichtiger. So gaben 74 Prozent der Befragten an,
dass mit der Digitalisierung der Weiterbildungsbedarf steigt. In der
aktuellen TNS Infratest-Studie haben die Personaler erstmals neun
verschiedene E-Medien bzw. E-Formate in ihrer Bedeutung für
Weiterbildung 4.0 eingeordnet. Die Ergebnisse: Lernvideos und
virtuelle Seminare bzw. Webinare sind für jeweils 73 Prozent der
Befragten die Top-Formate. Vorteil dieser Medien: Mit Videos lassen
sich Prozesse und Anleitungen visuell darstellen – von ScreenCam
Movies, die die Bedienung von Software-Funktionen zeigen, bis hin zum
Tutorial zur Montage eines Bauteils. Virtuelle Seminare mit
Chat-Funktionen wiederum bieten die Möglichkeit, Teilnehmer an
unterschiedlichsten Standorten gleichzeitig und interaktiv zu
unterrichten. Zudem können diese auch später noch zeit- und
ortsunabhängig online auf das Seminar zugreifen. „Bei größeren
Stoffmengen werden virtuelle Seminare gerne in mehreren Einheiten
angeboten, so dass zwischen den einzelnen Blöcken Aufgaben bearbeitet
werden können, um diese beim darauffolgenden Termin zu besprechen“,
so Harald Stürmer, Fachbereichsleiter Informatik und Leiter
Innovationsmanagement bei der SGD.

Webbased Trainings sind für 68 Prozent der Personaler wichtig bis
äußerst wichtig und können über das Internet von vielen Nutzern
abgerufen werden. 67 Prozent setzen darüber hinaus auf E-Books.
„E-Books bringen schriftliche Lernunterlagen auf den PC-Bildschirm,
auf Tablets, Notebooks und Smartphones. Damit sind sie überall und
jederzeit zur Hand – auch wenn es mehrere sind. Ein großer Vorteil
ist, dass sie multimedial angereichert werden können – mit
integrierten Audio- oder Video-Dateien, Animationen, interaktiven
Funktionen, Links oder QR-Codes“, so Stürmer weiter. Zudem halten
zwei von drei Befragten einen Online-Campus bzw. eine
Online-Community (66 Prozent) und Lern-Apps (65 Prozent) für wichtig
bis äußerst wichtig. Der Online-Campus ist zentrale Organisations-
und Kommunikationsplattform sowie Online-Bibliothek. Er gibt
Überblick über absolvierte und unbearbeitete Lerneinheiten,
ermöglicht Kontakt zu anderen Lernenden und Tutoren und stellt
Lernunterlagen zur Verfügung. „Mit einem Online-Campus lässt sich der
gesamte Lernprozess in die digitalisierte Arbeitswelt der Lernenden
integrieren“, so Stürmer weiter. Lern-Apps sind für die mobile
Bearbeitung kleinerer Themenbereiche sehr beliebt oder auch als
Übungs- oder Testprogramme zur Vorbereitung auf Prüfungen. Etwas über
die Hälfte der Befragten räumen MP3s (52 Prozent) sowie Virtual
Reality bzw. Augmented Reality (50 Prozent) eine wichtige bis äußerst
wichtige Rolle in der Weiterbildung 4.0 ein, 41 Prozent dem Serious
Gaming.

Weiterbildung 4.0: Wann, wo, wie?

Doch welche Anforderungen muss ein Weiterbildungsangebot 4.0
erfüllen? Hierzu haben die befragten Personalverantwortlichen die
folgenden sechs Lernaspekte in ihrer Bedeutung für Weiterbildung 4.0
beurteilt: Für mehr als acht von zehn Befragten sind
selbstorganisiertes und eigenverantwortliches Lernen (87 Prozent),
ein Mix aus unterschiedlichen Lernmedien und -methoden (82 Prozent)
sowie zeit- und ortsunabhängiges Lernen (81 Prozent) die drei
wichtigsten Aspekte. Für drei von vier Befragten (75 Prozent) zählt
zudem Learning-on-Demand dazu. Bei diesem wird genau dann gelernt,
wenn neues Wissen oder Kompetenzen benötigt werden. Mobiles Lernen
gehört für 74 Prozent zur Weiterbildung 4.0. „Diese fünf Arten zu
Lernen haben mit Werten zwischen 74 Prozent und 87 Prozent
durchgängig hohe Zustimmungswerte. Ihnen allen ist gemeinsam, dass
sie flexibles Lernen fördern, um Wissen zum richtigen Zeitpunkt parat
zu haben. Wann, wo und wie – das bleibt jedem selbst überlassen“, so
Stürmer.

Für zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) spielt bei
Weiterbildung 4.0 die vernetzte Lern-Community eine große Rolle. Sie
ist für den Austausch mit Kollegen hilfreich – zu Fragen oder auch,
wenn es darum geht, wie zum Beispiel neues Wissen, neue Tools oder
neue Methoden in den Berufsalltag integriert werden können.

Fernstudium trifft Weiterbildung 4.0

In einem Fernstudium begegnet den Teilnehmern in vielerlei
Hinsicht Weiterbildung 4.0. „Von Anfang an teilen sie sich ihren
Lernstoff selbst ein, bearbeiten diesen eigenständig und lernen
flexibel, sowohl was die Lernzeiten, den Lernort als auch den Zugriff
über di-verse mobile Endgeräte anbetrifft. Außerdem steht ihnen ein
vielfältiger Medien-Mix aus E-Books, Videos, Lernsoftware und
Online-Campus zur Verfügung und sie haben die Möglichkeit, sich über
Chats und Foren mit anderen Teilnehmern und Tutoren auszutauschen“,
so Stürmer weiter. „Wer die digitalen und mobilen Möglichkeiten eines
innovativen Fernstudiums ausschöpft, ist für Weiterbildung 4.0
bestens vorbereitet.“

85 Prozent setzen auf mobile Endgeräte

Im Zuge der Digitalisierung und einer Entwicklung hin zu
Weiterbildung 4.0 nimmt auch die Bedeutung mobiler Technologien wie
Laptops, Tablets und Smartphones zu. Diese halten aktuell 85 Prozent
der befragten Personalverantwortlichen für die berufsbegleitende
Weiterbildung für wichtig bis äußerst wichtig. Dies ist eine
Steigerung um sechs Prozentpunkte gegenüber dem letzten Jahr (79
Prozent).

Unverzichtbar: Tutoren als persönliche Lernbegleiter

Die Begleitung des Lernprozesses durch einen Tutoren halten 78
Prozent der befragten Personaler für wichtig bis äußerst wichtig. Die
Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmensgrößen sind hier
allerdings groß: 67 Prozent der HR-Manager von Unternehmen zwischen
ein und neun Mitarbeitern setzen auf die positive Wirkung von
Tutoren, in mittleren Unternehmen mit zehn bis 499 Mitarbeitern sind
es 85 Prozent und in großen Unternehmen mit 500 oder mehr
Mitarbeitern sogar 96 Prozent. Dazu Stürmer: „Trotz der Bedeutung
digitaler Medien und flexibler Lernbedingungen halten die
Personalverantwortlichen Tutoren als persönliche Lernbegleiter für
unverzichtbar – gerade in mittleren und großen Unternehmen. Sie sind
Ansprechpartner bei Fragen und unterstützen mit Tipps die Integration
in den Berufsalltag. Sie fördern die Verbindung zwischen Arbeiten und
Lernen, zwischen Theorie und Praxis.“

Die Grafiken (CMYK und RGB) sowie ein Porträtfoto von Harald
Stürmer erhalten Sie unter https://netfiles.de/maisberger/public/SGD
Quelle: SGD

Zur TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland
2017″

Bereits zum neunten Mal in Folge führte TNS Infratest im Auftrag
der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) die Umfrage
„Weiterbildungstrends in Deutschland“ durch. Dafür wurden in diesem
Jahr 300 Personalverantwortliche online zu unterschiedlichen Aspekten
der beruflichen Weiterbildung befragt. Eine zusammenfassende
Broschüre zu den Ergebnissen wird in Kürze auf www.sgd.de
veröffentlicht.

Über die Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD):

Die Studiengemeinschaft Darmstadt ist eines der
traditionsreichsten und größten Fernlehrinstitute Deutschlands.
Jährlich bilden sich ca. 60 000 Fernschüler in mehr als 200 staatlich
geprüften und anerkannten Fernlehrgängen in den Bereichen
Schulabschlüsse, Sprachen, Wirtschaft, Technik, Informatik und
Digitale Medien, Allgemeinbildung sowie Kreativität, Persönlichkeit
und Gesundheit weiter.

Bereits seit 2001 bietet die SGD den Teilnehmern die Möglichkeit,
ergänzend zum Studienmaterial auf dem Online-Campus waveLearn die
Vorteile des E-Learning zu nutzen. Außerdem gibt der individuelle
Rundum-Service der SGD Sicherheit und Flexibilität für das Fernlernen
in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Das zur Klett Gruppe
gehörende Unternehmen wurde für seine innovativen Ideen und seine
Serviceorientierung bereits mehrmals ausgezeichnet, so beispielsweise
vom Branchenverband Forum DistancE-Learning oder von der Initiative
Mittelstand. Zertifizierungen nach ISO 9001, ISO 29990, TÜV Süd
Servicequalität und AZAV belegen die hohen Qualitäts- und
Servicestandards der SGD.

Seit der Gründung im Jahr 1948 durch Werner Kamprath zählt die SGD
über 900 000 Kursteilnehmer. Die Bestehensquote der Teilnehmer bei
staatlichen, öffentlich-rechtlichen und institutsinternen Abschlüssen
liegt bei über 90 Prozent. Dies ist auf die persönliche und
individuelle Studienbetreuung durch die Fernlehrer zurückzuführen.

Weitere Informationen unter: www.sgd.de

Pressekontakt:
Kontakt
Studiengemeinschaft Werner Kamprath
Darmstadt GmbH (SGD)
Barbara Debold
Ostendstraße 3
64319 Pfungstadt bei Darmstadt
Tel. +49 (0) 6157-806-932
Fax +49 (0) 6157-806-33932
barbara.debold@sgd.de

Maisberger GmbH
Emma Deil-Frank/Maren Pudimat
Claudius-Keller-Straße 3c
81669 München
Tel. +49 (0) 89-419599-53/-33
Fax +49 (0) 89-419599-12
emma.deil@maisberger.com
maren.pudimat@maisberger.com

Original-Content von: Studiengemeinschaft Darmstadt SGD, übermittelt durch news aktuell

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