Weser-Kurier: „Entwicklung ist außerordentlich bedrohlich“ – ehemaliger Sicherheitsberater Horst Teltschick im Interview zum Korea-Konflikt

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Horst Teltschik, von 1999 bis 2008 Leiter der
Münchner Sicherheitskonferenz, blickt sehr besorgt auf den
Korea-Konflikt. „Die Entwicklung ist außerordentlich bedrohlich“,
sagte er im Interview mit dem WESER-KURIER. Die Gefahr bestehe vor
allem darin, „dass durch vorauseilenden Gehorsam, technische Fehler
oder überforderte Offiziere plötzlich ein Krieg ausgelöst wird,
obwohl er politisch überhaupt nicht gewollt ist.“ Wenn man sich die
Geschichte ansehe, werde klar, dass kleinste Anlässe zu Kriegen
geführt hätten. Die Motive des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong
Un seien auch für ihn rätselhaft. Den Staatschef in Pjöngjang hält
Teltschik, der außenpolitischer Berater des früheren Kanzlers Helmut
Kohl war, für „nicht berechenbar“. Es sei lange bekannt, dass Kim
Jong Uns Vater und Großvater Krisen verursacht hätten, um dann neue
Zugeständnisse Südkoreas und der USA zu erhalten. Aber dieses Ritual
sei längst durchschaut. Dieses Mal sei die Kriegsrhetorik so
übertrieben und inzwischen so gefährlich, dass es über taktische
Erwägungen hinausgehe.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
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