Weser-Kurier:Über die Bundeswehr und die Wehrmacht schreibt Joerg Helge Wagner

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Am 20. Januar 1956 bezogen die ersten Rekruten der
Bundeswehr ihre Stuben in der Krahnenberg-Kaserne in Andernach. Seit
diesem Tag pflegt die Truppe drei große Lebenslügen: Wir sind als
„Bürger in Uniform“ Mitte und Abbild der Gesellschaft, wir haben kein
Feindbild, wir haben mit der Wehrmacht nichts mehr zu tun. Der
aktuelle Skandal um den Oberleutnant Franco A. und seine
rechtsradikalen Spießgesellen erinnert uns schmerzhaft daran, dass
diese Lebenslügen auch von der sogenannten Zivilgesellschaft
mehrheitlich akzeptiert wurden. Freilich ist es mit Namensänderungen
und „Traditionserlass“ nicht getan. Einfach zu leugnen, dass die
Bundeswehr eine Vorgängerin hatte, reicht nicht, wie der aktuelle
Skandal zeigt. Ja, die zivile wie militärische Führung müssen endlich
eine klare Haltung finden, zum Auftrag wie zur Herkunft der Truppe.
Und die Ministerin muss es aushalten, wenn man ihr von rechts
„Exorzismus“ und von links Versäumnisse vorwirft. Ursula von der
Leyen ist zuzutrauen, dass sie beides widerlegen und wirklich etwas
ändern kann.

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