Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Lohngleichheit für Leiharbeiter:

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Die »christlichen« Leiharbeitergewerkschaften
sind das Gegenstück zur Lokführergewerkschaft. Beide gefährden, wenn
sie Erfolg haben, das System der Tarifeinheit: die einen, indem sie
eine Gruppe bevorzugen, die anderen, in dem sie niedrigere Löhne
aushandelten. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat nach Recht und
Gesetz entschieden. In dem Fall gaben die Richter der Tarifeinheit
und damit der Gleichheit den Vorrang vor der Freiheit. Das Urteil
war, da das gleiche Gericht in der Vergangenheit schon anders
entschieden hat, nicht von Anfang an vorhersehbar. Das Wort
»christlich« steht in Anführungszeichen. Denn »christlich« wird hier
zu Unrecht mit »billig« gleichgesetzt. Herz-Jesu-Sozialisten alter
Schule drehen sich noch im Grabe um. Einziges Argument dieser
»Gewerkschaften«: Die niedrigeren Löhne schaffen Jobs für Personen,
die sonst arbeitslos wären. Nun aber droht denjenigen, die weniger
Geld in der Lohntüte hatten, zudem der Verlust des Arbeitsplatzes.
Denn die Nachforderungen der Beschäftigten und Sozialversicherer
bedeuten für einige kleine Personalserviceagenturen wohl bald das
Aus.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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