Westfalenpost: Abgestumpft / Kommentar von Martin Korteüber Kinderrechte

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Wollen wir wirklich über Kinderrechte sprechen? Über
die Rechte der Kinder, die gestern in Syrien nach einem mutmaßlichen
Giftgas-Angriff qualvoll sterben mussten? Assads Truppen ermorden
Zivilisten und können dabei auf die Hilfe ihrer Alliierten bauen, die
von sich behaupten, aus zivilisierten Ländern zu stammen. Das ist
pervers. Sind die Kinder in Syrien weniger wert als die Kinder in
Deutschland? Ist die Frage verboten, weil sie so zynisch ist? In
Syrien haben die Kinder keine Rechte, in Ostafrika auch nicht. Dort
verhungern sie gerade – und wo bleibt der Aufschrei der reichen
Rest-Welt? Kriege und Terrorismus lassen uns abstumpfen. Was ich
damit sagen will: Kinderrechte haben viele Seiten. Es reicht nicht,
sie im Grundgesetz zu verankern und die Buchstaben dann nicht mit
Leben zu füllen. Die Grundgesetz-Forderung existiert ja schon seit
langem; komisch, dass sie immer kurz vor Wahlen wieder aus der
Schublade geholt wird. Der Einfluss Deutschlands auf Assad ist
begrenzt, aber aus der Verantwortung stehlen dürfen wir uns nicht.
Unsere Unternehmen liefern Millionen Kleinwaffen in die Welt – wie
gemacht für Kinderhände…

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

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