Westfalenpost: Null Toleranz / Kommentar von Miguel Sanches zu Rechtsextremen bei der Bundeswehr

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Die Bundeswehr hat über 178.000 Soldaten. Bei 143
rechtsextremen Delikten im Jahr 2016, insgesamt 275 Verdachtsfällen,
kann man nicht behaupten, die Streitkräfte hätten ein größeres
Problem als die Gesamtgesellschaft. Und doch dürften die braunen
Umtriebe bei der Truppe viele Bürger beunruhigen – zu Recht. Das
liegt daran, dass man generell an Sicherheitsbehörden höhere
Anforderungen stellt und stellen darf. Jeder Fall beschädigt das
Ansehen der Streitkräfte. Besonders bitter, ja ungerecht, ist es bei
der Flüchtlingspolitik. Die Bundeswehr hat bei der Betreuung der
Menschen hervorragende Arbeit geleistet. Die wird durch
fremdenfeindliche Vorfälle verdeckt und beschmutzt. Die Truppe ist
zwar ein Spiegelbild der Gesellschaft, aber die Wehrpflicht ist
ausgesetzt. Man muss nicht jeden Bewerber nehmen. Die Bundeswehr war
bisher zu lax. Erst jetzt, zum 1. Juli, wird für jeden Bewerber eine
Sicherheitsüberprüfung eingeführt. Man kann nicht verhindern, dass
Extremisten bei der Bundeswehr landen oder sich dort radikalisieren.
Umso mehr kommt es darauf an, wie die Truppe mit solchen Leuten
umgeht. Wer den Hitlergruß macht, hat sich disqualifiziert, wer sich
als Hitler-Fan entpuppt, muss rausfliegen. Null Toleranz.

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