„Wieder Tiere vor dem Hungertod bewahrt!“ / VIER PFOTEN behandelt traumatisierte Zootiere in Tripolis

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Noch immer hallen Gewehrschüssen
rund um den Zoo in der libyschen Hauptstadt Tripolis. Anfang
September war VIER PFOTEN als erste internationale
Tierschutzorganisation vor Ort, um den eingesperrten Tieren zu
helfen. Die Versorgung der 700 Zootiere mit Nahrung stellt eine
immense logistische Herausforderung für die Helfer dar. Doch VIER
PFOTEN hat es geschafft, die Nahrungsmittellieferungen für September
und Oktober sicher zu stellen. Monate harter Arbeit sind nötig, um
den Zoo Tripolis vor dem Zusammenbruch zu retten. Noch mehr Zeit wird
vergehen, bevor sich die Tere von den Strapazen des Kriegsgeschehens
und der Vernachlässigung erholen. Trotz der eskalierenden politischen
Spannung traf das VIER PFOTEN-Noteinsatzteam diese Woche zum zweiten
Mal in Tripolis ein. Sie übergaben eine von Tierfreunden auf der
ganzen Welt gespendete Hilfslieferung dringend benötigter Medikamente
an den Zoodirektor und kümmerten sich um die medizinische Versorgung
der Tiere.

An erster Stelle standen dabei die stark verwahrlosten Hyänen.
„Die Hyänen brauchten unsere Hilfe am dringendsten“, sagt Dr. Amir
Khalil von VIER PFOTEN. Die empfindlichen Tiere wurden während des
Kriegs stark vernachlässigt. Sie erhielten darum gestern als erste
Tiere veterinärmedizinische Behandlung. Nach einer sorgfältigen
Untersuchung wurden die Hyänen vom VIER PFOTEN-Team gegen Tollwut
geimpft, gegen Parasiten behandelt und ihnen wurde Blut abgenommen,
das im Labor untersucht wird. „Außerdem haben wir bei einer der
Hyänen Wunden behandelt, die anscheinend durch Kämpfe verursacht
wurden“, sagt Dr. Khalil. „Die Tiere hatten in ihren Gehegen keine
Beschäftigungsmöglichkeiten und sind durch den Stress des
monatelangen Bürgerkriegs aufgeregt und nervös. Teilweise haben sie
sich gegenseitig verletzt. „

Jetzt, wo die Grundversorgung der Zootiere sicher gestellt ist,
will VIER PFOTEN sich als nächstes für die Verbesserung der Zoogehege
einsetzen. „Die Tiere brauchen Abwechslung und Beschäftigung, damit
auch ihre emotionalen Wunden schneller geheilt werden“, kommentiert
Dr. Khalil. Entsprechende Pläne hat der Tierschützer bereits mit dem
Zoodirektor diskutiert.

Druckfähige Fotos stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage honorarfrei
zur Verfügung.

Presserückfragen an VIER PFOTEN:

Melitta Töller
Pressesprecherin

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg

Phone +49 (0)40 399249 0
fax +49 (0)40 399249 99
mobile +49 (0)160 905599483
Mail melitta.toeller@vier-pfoten.org
web www.vier-pfoten.de

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