“Wir brauchen regelhafte Tests für Risikogruppen in Altenpflege und Behindertenhilfe” / bpa begrüßt erweiterte Corona-Testkonzeption des Freistaates

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Das sächsische Kabinett hat kürzlich beschlossen, dass sich Personen vor der Aufnahme in Pflege- und Behindertenhilfeeinrichtungen einmalig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Mit der bis zum 31.12.2020 befristeten Regelung erweitert der Freistaat seine bisherige Konzeption, die verpflichtende Tests in der Regel erst ab einer bestimmten Inzidenz vorsieht.

“Grundsätzlich begrüßen wir das neue Test-Angebot als einen Schritt in die richtige Richtung, da Pflege- und Behindertenhilfeeinrichtungen auf diese Weise eher vor der Einschleppung des Virus durch Neubewohner geschützt werden können”, kommentiert der sächsische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Igor Ratzenberger, die Initiative der Landesregierung.

Angesichts wieder steigender Infektionszahlen fordert der bpa jedoch regelhafte und wiederholende Corona-Testungen für die Risikogruppen in der Pflege- und Behindertenhilfe, das heißt die pflegebedürftigen Menschen sowie die Beschäftigten.

“Die Beschäftigten der Pflege- und Behindertenhilfeeinrichtungen und die von ihnen versorgten Menschen sind im Falle einer Infektion besonders gefährdet”, erklärt Ratzenberger. “Nirgendwo sonst gibt es eine derart hohe Konzentration an Risikogruppen. Für diese sind regelhafte und wiederholende Tests notwendig. Nur so wird aus einer Momentaufnahme ein belastbares Bild”. Abschließend gibt er zu bedenken, dass regelhafte Tests auch regelgebundene Lockerungen der Schutzkonzepte ermöglichten, wie zum Beispiel die Wiederaufnahme von internen Gruppenveranstaltungen.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 700 in Sachsen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kin-der- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseins-vorsorge. Als gutes Beispiel für Public-private-Partnership tragen die Mitglieder des bpa die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungs-plätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die soziale Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Jacqueline Kallé, Leiterin der bpa-Landesgeschäftsstelle, Tel.:
0341/52 90 44 60, Mobil: 0162/134 13 56, www.bpa.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/17920/4715836
OTS: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

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