Wohncontainer für Obdachlose aufstellen – Winter 2018

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Von Mensch zu Mensch – von Herz zu Herz – Privates Winternotprogramm 2018
 

Nur noch wenige Tage und der Winter beginnt und auch in diesem Jahr wollen wir wieder Wohncontainer für Hamburger Obdachlose aufstellen. Was mit nur einem Container in 2016 begann ist inzwischen ein großes Vorhaben geworden. Neue Flächen und neue Partner kommen hinzu und jedes Jahr brauchen wir eine gewisse Summe, um alle unsere Obdachlosen unterzubringen. Hier der Link mit den Infos zum privaten Winternotprogramm 2018 /2019.
http://www.facebook.com/notes/max-bryan/b%C3%BCrgerinitiative-hilfe-f%C3%BCr-hamburger-obdachlose-wer-wir-sind-und-was-wir-tun/2462454167105817

+ Warum helfen? + Im städtischen Winternotprogramm müssen die Obdachlosen jeden Morgen vor die Tür. Ob es stürmt oder schneit – die Leute müssen raus. Selbst Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator müssen den Tag woanders verbringen und sich eine Bleibe für die Stunden zwischen 9 und 17 Uhr suchen. Erst am Abend können sie zurück in die städtische Unterkunft. Aus diesem Grunde braucht es Menschen, die diese Lücke schließen und gern wollen wir auch in diesem Jahr unseren Beitrag dazu leisten und Obdachlosen einen ganztägigen Aufenthalt im Wohncontainer ermöglichen. Hier das Programm: http://www.hamburger-obdachlose.de

\ Jetzt mitmachen und spenden ///
http://www.facebook.com/donate/185157872410177/
für die ganztägige Unterbringung von Hamburger Obdachlosen im Winter 2018 / 2019.

Banküberweisung hier: https://www.leetchi.com/c/obdachlose-wohncontainer-2018

Danke an Alle, die schon mit dabei sind (auch Link teilen hilft) (y)

Danke Freunde!

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– Wer wir sind und was wir tun –
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Die Bürgerinitiative „Hilfe für Hamburger Obdachlose“ ist ein privater Zusammenschluss engagierter Bürger und Bürgerinnen zur Unterstützung von Hamburger Obdachlosen. Die hauptsächlich aus dem Internet heraus tätige Helfer-Gruppe möchte obdachlosen Menschen helfen eine Bleibe zu finden und bei der Suche nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten mitwirken. Dies geschieht durch posten geeigneter Inhalte in sozialen Netzwerken oder durch Anstrengung konkreter Vermittlungsversuche auch ausserhalb des Internets. Beispiel hier:
https://www.hinzundkunzt.de/neues-zuhause-fuer-bolle/

Die 2016 gegründete Hamburger Bürgerinitiative „Hilfe für Hamburger Obdachlose“ bringt wohnungslose Menschen in privat nur durch Spenden finanzierten Wohnraum unter. Letzten Winter zum Beispiel und bis heute hat die Initiative insgesamt vier aus Spenden finanzierte Wohncontainer für Obdachlose aufgestellt. Weitere Wohncontainer-Projekte sollen folgen.
https://www.eimsbuetteler-nachrichten.de/buergerinitiative-stellt-weiteren-wohncontainer-fuer-obdachlose-auf/

+ Niedrigschwellig +

Ziel ist die Schaffung von besonders niedrigschwelligen Angeboten zur Unterbringung von speziell älteren Hamburger Obdachlosen während der Wintermonate – und zuletzt auch während der Sommermonate.

Standorte waren bislang bei „Hamburg Wasser“, Strand Pauli, zwei Hamburger Kirchen sowie dem FC St. Pauli, die uns eine weitere Fläche letzten Winter zur Verfügung stellten. Auch die meisten der 7 Bezirksämter unterstützen unser Anliegen regelmäßig und nach Kräften.

\ SPENDEN ///

Auch für diesen Winter sammeln wir wieder Spenden zur Unterbringung von Obdachlosen in unserem privaten Winternotprogramm. Zielgruppe 55+ bleibt und für einen Teil des Bedarfs kann hier und wie in jedem Jahr auch bei Leetchi gespendet werden (per Banküberweisung). Wer zudem eine Kreditkarte besitzt und über Facebook spenden möchte, kann dies in der Spendenaktion von Luise Schoolmann tun, Sie unterstützt in diesem Jahr ebenfalls das Projekt mit einer eigenen Sammelkasse.

+ Aufruf +

Wer die Bürgerinitiative „Hilfe für Hamburger Obdachlose“ generell und dauerhaft durch Spenden unterstützen möchte, kann diesen Link wählen: https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=Y9PP5ZJS5SRQA (Klick auf Abonnementzahlung). Jeder Euro hilft und wird zur Finanzierung von Unterbringungsmöglichkeiten für Hamburger Obdachlose eingesetzt.

+ RIESEN DANK an ALLE +

Wir danken allen Spendern des Vorjahres und würden uns freuen, wenn Viele auch in diesem Jahr wieder mithelfen die Obdachlosen unterzubringen. Lasst uns gemeinsam helfen die Situation in Hamburg zu verbessern. Von Herz zu Herz – von Mensch zu Mensch und für die Unterbringung von Hamburger Obdachlosen.

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Was bisher geschah …
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+++ Was wurde aus „Bolle“? +++

„Bolle“ – unserem 65-jährigen Deutsch-Polen, den wir letzten Winter im Wohncontainer an der St. Ansgar Gemeinde untergebracht hatten, geht es inzwischen sehr gut. Er bekommt nun auch Sozialhilfe und hat eine Krankenversicherung. In Hamburg war das zuletzt nicht gelungen – nicht mal mit Hilfe eines Anwalts oder der „PLATA“ (ein Verein, der sich speziell fürOsteuropäer einsetzt), auch die hatten es nicht geschafft den 65-Jährigen in Sozialhilfe zu bringen.

Doch ein Ortswechsel kann Wunder bewirken. Neues Land – neues Glück – ein bisschen wohl auch abhängig davon, WO man den Antrag stellt. Schleswig-Holstein scheint irgendwie humaner zu sein als Hamburg. Unserem Bolle jedenfalls hat der Wechsel gut getan – raus aus Hamburg – selbst ich habe gute Erfahrungen mit einem solchen Wechsel gemacht. Hier zum nachlesen: https://www.abendblatt.de/hamburg/von-mensch-zu-mensch/article215602899/Max-Bryan-Vom-Obdachlosen-zum-Mutmacher.html
(bin damals auch ausserhalb von Hamburg fündig geworden)

Folgeunterkunft sichern

Unsere Initiative kümmert sich intensiv um eine Folgeunterkunft, damit der Obdachlose nach Ablauf der Wintermonate nicht zurück auf die Straße muss. Im Fall von Bolle ist das wunderbar gelungen. In anderen Fällen sind wir noch dran. Auch Klaus hat den ganzen Sommer in Niendorf verbracht – unser Sommernotprogramms-Container stand dort bis 1. Oktober – Riesen Dank nochmal an die Ansgar-Gemeinde und an den FC St. Pauli, die das Projekt mit unterstützt haben.

Sommer wie Winter

Inzwischen ist unsere Initiative ein Ganzjahres-Programm, denn Obdachlosigkeit ist nicht nur ein Thema für den Winter. Auch im Sommer sind obdachlose Menschen den Gewalten der Straße schutzlos ausgeliefert. Überfälle, Brandanschläge, immer wieder kommt es zu Übergriffen und es braucht auch im Sommer SCHUTZRÄUME für die Obdachlosen. Mit gutem Beispiel gingen wir voran und gründeten im Mai diesen Jahres das erste Hamburger Sommernotprogramm zur Unterbringung von Obdachlosen auch nach dem Winter. Unsere erste Reise führte uns an die Ostsee, wo der Obdachlose Bolle ein günstiges Zimmer bezog, das wir ihm aus unseren Spenden bezahlten.

Warum helfen?

In Hamburg leben mehr als 2000 Menschen auf der Straße. Darunter viele Langzeit-Obdachlose, die aus den verschiedensten Gründen keinerlei staatliche Unterstützung (mehr) erfahren. Sei es, weil sie keinen Anspruch darauf haben oder aber sich – aus welchen Gründen auch immer – dem System gegenüber verschließen. Aufgabe ist es, auch diesen Menschen zu helfen – und zwar bedingungslos. Das bedeutet, niedrigschwellige Angebote zu schaffen – Helfen ohne zu reglementieren – ein echtes „bedingungsloses Winternotprogramm“ anzubieten – das ist das Ziel.
https://www.hinzundkunzt.de/wohncontainer-rolf-max-bryan

Begleitung für ältere Obdachlose

Darüberhinaus arbeiten wir an Perspektiven für die Betroffenen. Viele der gerade älteren Langzeit-Obdachlosen glauben nicht mehr daran, dass eine Rückkehr in ein normales Leben für sie überhaupt noch gelingen kann. Deshalb ist ein schrittweises, niedrigschwelliges Heranführen an neue Wohnmodelle notwendig. Unsere Bürgerinitiative will die Obdachlosen nicht nur unterbringen, sondern auch begleiten – in ihrem Alltag und bei der Bewältigung ihrer Ziele.

Nicht selten muss das Wohnen erst ganz neu wieder erlent werden und so eine Zeit im Container kann ein erster Schritt sein – ein Gefühl wieder dafür zu bekommen, wie es sich anfühlt in einem richtigen Bett zu schlafen. Eine Art Zwischenstation also, ein Brückenschlag auf dem Weg zurück in ein Leben fern der Straße.

http://www.spiegel.de/video/obdachlos-in-deutschland-ein-container-von-max-bryan-video-1823367.html

Unsere Initiative will dabei helfen. Besonders denen, die sonst keine Hilfe mehr bekommen, weil sie durch alle Systeme schon durchgefallen sind – aus welchen Gründen auch immer. Diese Frage stellen wir nicht. Wir helfen auch ohne zu fragen – wir tun dies bedingungslos.

Ergänzendes Angebot

Unser Angebot richtet sich vorrangig an ältere Obdachlose, die das städtische Winternotprogramm aus den verschiedensten Gründen nicht nutzen können. Sei es weil sie zu alt sind und das ständige rein und raus nicht verkraften oder weil sie mit den Zuständen in den Massenunterkünften nicht klar kommen.

Es ist kein Geheimnis, dass die städtischen Wohncontainer nicht für Jedermann geeignet sind. Leute mit Ängsten, Phobien, Transgender – ältere Menschen – kranke Menschen, halten es dort kaum aus. Probleme durch Gewalt, Drogen, Alkohol, Diebstahl und Anfeindungen aller Art sind in den Massenunterkünften an der Tagesordnung und wohl kaum einer schläft dort gerne.

Deshalb war es uns wichtig, Jemanden aufzunehmen, der besonders schlimm betroffen ist und diese Auswahl trafen wir erstmalig im November letzten Jahres für Standort Nummer 1 in der Langenhorner Chaussee. Hier die Bilder dazu:
http://www.facebook.com/notes/max-bryan/obdachloser-zu-tr%C3%A4nen-ger%C3%BChrt-nachdem-er-doch-noch-einen-container-bekam-/2093768780641026

Lücken schließen

Unsere kleine Bürgerinitiative möchte Lücken schließen. Das städtische Winternotprogramm schließt tagsüber und bietet kaum bis keine Alternativen für den Tagesaufenthalt. Aus diesem Grunde kennt unser privates Winternotprogramm auch keine Einschränkungen. Wir setzen da an, wo die Stadt aufhört. Wir bieten den Menschen eine ganztägige Unterkunft für den Winter.

Zielgruppe 55+

Aufgabe – und sobald der Container steht – ist es dann auch immer wieder einen geeigneten Bewohner für den Container zu finden, denn unser Programm ist speziell älteren Obdachlosen 55+ vorbehalten.

Menschen, die es schwerer haben als jeder Andere den Winter zu überstehen, weil sie vielleicht auch nicht mehr so gut zu Fuß sind und das ständige rein und raus jeden Morgen und das Pendeln vom städtischen Winternotprogramm in die Tagesaufenthaltsstätte und zurück nicht mehr so gut verkraften.

Das städtische Winternotprogramm schließt tagsüber – die Leute müssen jeden Morgen in die Kälte vor die Tür und dürfen erst Abends wieder rein und was wir suchen, sind echte Härtefälle – die das so nicht länger aushalten. Die wollen wir unterbringen und das ist uns auch gelungen. https://jetztrettenwirdiewelt.de/max-ueber-seine-obdachlosenprojekt-wohnen

Angebot der Stadt nicht ausreichend

Jedes Jahr stellt die Stadt Wohncontainer im regulären Winternotprogramm zur Verfügung, die aber nur ein Erfrierungsschutz für die Nacht sein sollen. Das bedeutet, jeden Morgen müssen die Leute wieder raus und vor die Tür, um sich einen Tagesaufenthalt zu suchen. Bis zuletzt mit vollem Gepäck und gerade für ältere Menschen ist dieses ständige rein und raus eine kaum zu ertragende Tortur, weshalb es dringend ein ergänzendes Angebot zum städtischen Winternotprogramm braucht.

Vor allem für Einzelgänger und Obdachlose mit Hund, bietet die Stadt kaum bis keine Angebote für die Nacht und diese Lücke wollen wir schließen. Mit einem durch Spenden finanzierten Winternotprogramm möchten wir Obdachlosen helfen in Hamburg zu überwintern.

Warum die Obdachlosen uns brauchen

Die Stadt wirbt gern mit freien Betten in den Notunterkünften. WARUM die Hälfte des Angebots leer steht, wird aber nicht dazu gesagt. Zwar konnte die BASFI auf Druck der Öffentlichkeit nachbessern (inzwischen gibt es auch verschließbare Schränke zur Wiederbenutzung) – nur ändert das nichts an dem Umstand gewisser Begleiterscheinungen, wie eben auch das Zusammenleben mit wildfremden Menschen auf engsten Raum, nicht jeder hält das aus.

Dabei hätte die Stadt genügend Kapazitäten um viel mehr Einzelcontainer noch aufzustellen, man müsste das nur auch wollen – auch weil es notwendig ist!

Beispiel „Bolle“

Bolle zum Beispiel ist Nichtraucher. Für ihn war das PikAs eine Qual. „Absichtlich haben die geraucht, um mich zu ärgern“, klagt er und auf den Zimmer-Boden hätten die Leute dann auch noch „uriniert“, für ihn das Ende – er hielt das nicht aus. „Selbst dran Schuld“? – könnte die Stadt nun sagen und auf die Disziplin-Defizite der Insassen verweisen. Doch damit machen die Betreiber dieser Programme es sich zu leicht. Wer länger ohne Reglement von außen lebte – und die meisten Obdachlosen taten dies – wird sich nur schwer an Regeln halten können und schon gar nicht von jetzt auf gleich. Regeln einhalten zu können, muss oft ganz neu wieder erlernt werden und viele werfen auf dem Weg dahin schon das Handtuch. Nicht Wenige schlafen dann lieber draußen, als sich den Mitbewohnern einer Massenunterkunft zu ergeben.

Privatsphäre ist wichtig

Es ist die mangelnde Privatssphäre, die in solchen Notunterkünften herrscht, die viele davon abhält das Angebot der Stadt anzunehmen. Viele verlassen ihre Platte im Winter nicht, weil sie Angst haben ein Anderer könnte diese „besetzen“ und eine Rückkehr dorthin im Frühjahr erschweren. So halten Viele an dem fest, was sie haben. Getrieben auch von der Angst in einer Gruppe fremder Menschen nicht klar zu kommen.

Furcht vor den Massenunterkünften

Menschen wie „Bolle“ zum Beispiel, die sich vor den Zuständen in den Notunterkünften fürchten, bleibt am Ende nur die Straße. Erst letztes Jahr ist am Rödingsmarkt ein Rumäne erfroren und gleich war das Geschrei groß: „Wie konnte das nur passieren“ – dabei hätte JEDER der Väter dieser Stadt diesen Menschen helfen können, mit nur ein klein wenig mehr Geld zur Schaffung menschenwürdiger Alternativen – ist das so unmöglich?

Container aufstellen

In Kooperation mit Hamburg Wasser und zwei Hamburger Kirchen haben wir bislang insgesamt 4 Einzelcontainer aufgestellt. Einer davon sogar auf dem Parkplatz eines beliebten Hamburger Sportvereins – alle zogen mit, sogar die meisten der insgesamt 7 Bezirksämter gaben grünes Licht für die Aktion – unterstützten uns bei dem Vorhaben die besonders älteren Obdachlosen den Winter über unterzubringen.

\ Menschen für Menschen begeistern ///

Wer selbst auch mal so einen Wohncontainer für Obdachlose bei sich aufstellen möchte, kann sich gerne bei uns melden. Inzwischen haben wir beste Kontakte zu Architekten und Bauämtern und stehen gerne auch für weitere Projekte beratend und operativ zur Seite. ZEIGEN SIE MUT und werden Sie Chancengeber! Vielen Obdachlosen können wir auf diesem Wege gemeinsam helfen!

http://www.hamburg1.de/nachrichten/33612/Bolle_freut_sich_ueber_neue_Unterkunft.html

Danke an Alle, die schon mit dabei sind!

Max Bryan & Luise Schoolmann
– Bürgerinitiative Hilfe für Hamburger Obdachlose –
http://www.hamburger-obdachlose.de

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