23. WDR Europaforum / EU-Kommissionschefin von der Leyen: 70 Prozent aller Erwachsenen in der EU erhalten bis Juli ein Impfangebot – Neuer Vertragüber 1,8 Milliarden Impfstoffdosen

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat trotz einiger Anfangsschwierigkeiten ein positives Fazit der bisherigen Impfkampagne in den EU-Mitgliedsstaaten gezogen und vor allem darauf hingewiesen, dass sich die EU bei der Impfstoff-Produktion mit vielen Staaten in anderen Regionen der Welt solidarisch gezeigt habe. „Das hat wahnsinnig weh getan in den Anfangswochen des Jahres, als wir gemerkt haben, wie schleppend die Impfstoffproduktion anlief und die Menschen zurecht empört darüber waren, dass es nicht schneller ging“, so von der Leyen beim 23. Internationalen WDR Europaforum. Inzwischen habe die EU stark aufgeholt. Bis Ende dieser Woche seien in Europa rund 260 Millionen Dosen Impfstoff ausgeliefert worden. „Jede Sekunde werden im Schnitt 30 Menschen in Europa geimpft“, meinte die Kommissions-Präsidentin. Was am Ende zähle, sei, dass die Europäische Union ihren 450 Millionen Bürgern Tag für Tag verlässlich Impfstoff liefere. „Am wichtigsten für Europas Zukunft ist, dass wir uns nicht haben spalten lassen“, so von der Leyen weiter.

70 Prozent der Erwachsenen in Europa sollen nach Aussage von der Leyens bis Ende Juli ein Impfangebot bekommen. Das sei fast dasselbe Ziel, das sich die USA derzeit setzen würden „und es zeigt, wie sehr sich unsere Impfkampagnen angenähert haben.“ Beim Vergleich der EU mit den übrigen Regionen müsse zudem immer das gesamte Bild in den Blick genommen werden.

Während andere Staaten ihre gesamte Impfstoff-Produktion für sich behielten, erreiche Europa seine Impfziele, ohne sich abzuschotten. „Wir sind der weltweit größte Impfstoff-Exporteur, haben bislang mehr als 220 Millionen Dosen in die Welt exportiert. Und wir sind die einzige Region in der Welt, die es geschafft hat, sowohl die eigene Bevölkerung zu versorgen, als auch mit anderen fair zu teilen. Europa hat sich geschüttelt und in der Krise bewährt“, erklärte von der Leyen auf dem WDR Europaforum.

Schon jetzt aber gehe der Blick nach vorne. Man werde schon bald Auffrisch-Impfungen benötigen, wolle auch Kindern und Jugendlichen möglichst zeitnah ein Impfangebot machen und müsse bei gefährlichen Mutationen rasch mit verbesserten Vakzinen reagieren. Zu diesem Zweck habe man einen neuen Vertrag geschlossen. „Biontech-Pfizer wird uns noch bis zu 1,8 Milliarden Impfstoffdosen liefern. Hier ist Europa vor der Welle. Das ist der größte Impfstoff Vertrag weltweit und Europas Lebensversicherung gegen eine Dauerkrise.“

Von der Leyen betonte, dass Europa, was die Klimaziele betreffe, eine Vorbildrolle beanspruche. „Wenn wir es nicht schaffen, den Klimawandel zu bewältigen, dann möchte ich gar nicht einen Schritt weiter denken. Also: Lasst uns alle Kraft da reinsetzen, dass wir diesen Planeten erhalten. Unsere Kinder müssen auch eine Chance haben, ihr Leben zu gestalten.“

Das 23. WDR Europaforum wird live im WDR Fernsehen übertragen und online im Livestream gezeigt.

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