Allg. Zeitung Mainz: Starker Auftritt Kommentar von Markus Lachmann zu Peer Steinbrück

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Peer Steinbrück hat zuletzt starke Auftritte
hingelegt. Etwa im Kurfürstlichen Schloss in Mainz, wo sich der
SPD-Kanzlerkandidat in einer Art „Townhall Meeting“ nach US-Vorbild
den Fragen des Publikums stellte – und gut schlug. Steinbrück ist in
seiner Rolle als Kandidat angekommen. Auch auf dem Parteitag der
rheinland-pfälzischen SPD in Ludwigshafen traf er den richtigen Ton,
er wirkte unverkrampfter als noch vor Wochen. Seine Betonung, dass es
einem Staat auch ökonomisch nutzt, wenn es gerecht zugeht, kommt bei
den Genossen gut an. Steinbrück, selbst ein Kopfmensch, erreicht die
Köpfe. Aber erreicht er auch die Herzen? Der SPD-Spitzenmann hat
recht, wenn er sagt, dass es darauf ankommt, die eigenen Leute zu
mobilisieren. Nichts wäre für den Kandidaten verheerender als
unmotivierte Wahlkämpfer. Der direkte Kontakt zum Wähler dürfte in
den kommenden Monaten für alle Parteien wichtig werden, die
„Klingelknöpfe“ zu drücken, wie es Steinbrück sagt. In der
SPD-Parteizentrale hat man den OB-Wahlkampf in Wiesbaden aufmerksam
beobachtet. Doch das Dauer-Umfragetief der Bundes-SPD zerrt an den
Nerven der Genossen. Wie soll man die Kanzlerin, die scheinbar über
allem schwebt und hohe Beliebtheitswerte in der Bevölkerung genießt,
packen? Die Debatte über Steuerehrlichkeit und den Fall Hoeneß dürfte
der Partei zwar etwas Auftrieb gegeben haben. Aber tragen wird das
bis zur Bundestagswahl nicht.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Peter Schneider
Newsmanager
Telefon: 06131/485981
desk-zentral@vrm.de

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