Arbeiterinnen und Arbeiter des russischen Automobilkonzerns GAZ fahren von Russland nach Deutschland, um den Konzern von US-Sanktionen zu befreien / #SaveGAZ (FOTO)

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Ein Dutzend Arbeiterinnen und Arbeiter des
traditionsreichen russischen Automobilherstellers GAZ fuhr mit den
Fahrzeugmodellen GAZelle NEXT über 4.000 km von Nischni Nowgorod in die
westdeutsche Stadt Düren zu einem Treffen der Arbeitsgruppe Automobilindustrie
der IndustriALL Global Union. Ziel war es, auf die durch unfaire und
willkürliche US-Sanktionen hervorgerufene Notlage, in der sich die weltweite
Arbeiterschaft der Automobilbranche befindet, aufmerksam zu machen.

– GAZ-Arbeiterinnen und Arbeiter wandten sich an globale
Automobilgewerkschaften und lenkten Aufmerksamkeit auf die von
US-Sanktionen hervorgerufene Notlage, in der sich die weltweite
Arbeiterschaft der Automobilbranche befindet
– Aufgrund derUS-Sanktionen sind bei GAZ 40.000 Arbeitsplätze in
Gefahr
– Durch zerstörte internationale Geschäftspartnerschaften
beeinträchtigen die Sanktionen weltweit 600.000 Menschen

Im Zuge des Treffens der Arbeitsgruppe Automobilindustrie der IndustriALL Global
Union wurde eine Resolution erarbeitet, welche die verheerenden Auswirkungen der
Sanktionen auf Zehntausende GAZ-Arbeiterinnen und Arbeiter verurteilt. Darüber
hinaus wurden die involvierten Interessensgruppen dazu aufgerufen, bei der
Lösungsfindung die Bedürfnisse der russischen und der weltweiten Arbeiterschaft
zu berücksichtigen. Evgeny Morozov, Vorsitzender des Betriebsrats der
GAZ-Gruppe, erklärte: “Wir haben in unseren GAZelle-NEXT-Minivans über 4.000
Kilometer von Nischni Nowgorod nach Düren zurückgelegt. Wir haben die negativen
Auswirkungen der Sanktionen auf die globale Automobilindustrie vor den
Gewerkschaftsführerinnen und -führern sowie der breiten europäischen
Öffentlichkeit klar dargelegt. Die einfache Arbeiterschaft sollte nicht ins
Visier der Sanktionen geraten.” Sergey Solodov, GAZ-Gewerkschaftsvorsitzender,
hielt bei dem Treffen eine Rede und beantwortete offene Fragen der Delegierten.
In seiner Rede schnitt er die GAZ-Unternehmensgeschichte an und gab einen
Überblick über die momentane Situation sowie die wirtschaftlichen und sozialen
Auswirkungen der potenziellen Sanktionen. Am Rande der Veranstaltung traf sich
die #SaveGAZ-Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern von US-Gewerkschaften,
lud diese zu einem Besuch des GAZ-Werks in Nischni Nowgorod ein und übergab
ihnen Briefe, die an relevante Akteurinnen und Akteure der US-Gewerkschaften und
Hersteller adressiert waren. GAZ arbeitet seit jeher eng mit internationalen
Geschäftspartnern zusammen. Das ursprünglich als Gorki-Automobilwerk gegründete
Unternehmen wurde in Zusammenarbeit mit Henry Ford, einem der Gründerväter der
modernen Automobilindustrie, aufgebaut. In jüngerer Vergangenheit ging GAZ
geschäftliche Partnerschaften mit General Motors und Chrysler ein. Darüber
hinaus errichtete das Unternehmen Fertigungslinien für Volkswagen und Daimler.
Die Auswirkungen der potenziellen Sanktionen reichen weit über GAZ hinaus.
Mehrere langjährige Lieferanten und Geschäftspartner waren aufgrund der
US-Sanktionen gezwungen, ihre Zusammenarbeit mit dem russischen
Automobilhersteller zu beenden. Die Kundgebungsroute führte durch die
Heimatstädte einiger dieser Geschäftspartner in Polen, Tschechien, Österreich
und Deutschland, sowie durch Hochburgen der Automobilherstellung wie Ingolstadt
und Stuttgart. In Wien überreichten GAZ-Arbeiterinnen und Arbeiter der
US-Botschaft ihr Ersuchen um Aufhebung der Sanktionen. Die USA verhängten im
April 2018 Sanktionen gegen die GAZ-Gruppe. Das Finanzministerium der USA
verschob die Entscheidung über die Aufhebung der Sanktionen seitdem mehrmals und
weitete die Frist zuletzt auf 31. März 2020 aus.

Folgen Sie der #SaveGAZ-Bewegung in den sozialen Medien:
https://twitter.com/fromrussia4gaz/ https://www.instagram.com/fromrussiaforgaz/

Informationen für Redakteurinnen und Redakteure

GAZ-Arbeiterinnen und Arbeiter kämpfen seit Beginn aktiv für das Fortbestehen
ihres Werkes. Dieses Jahr appellierten sie mit Demonstrationen vor der
US-Botschaft sowie dem Sitz des US-Botschafters in Moskau an die US-Regierung,
die Sanktionen gegen die GAZ-Arbeiterinnen und Arbeiter aufzuheben. (Klicken Sie
hier, um das Video zu sehen: https://youtu.be/kSytQj1H7vY)

Seit April 2019 bringen über soziale Medien organisierte #SaveGAZ-Flashmobs
Menschen, denen die Zukunft von GAZ am Herzen liegt, zusammen. Die russische
Gewerkschaft für die Automobilindustrie sowie für Agrarmaschinenbedienerinnen
und -bediener wandte sich zugunsten der GAZ-Arbeiterinnen und Arbeiter an die
IndustriALL Global Union: http://ots.de/8Vpiy2

Junge Arbeiterinnen und Arbeiter demonstrieren mit einem selbstgefilmten
Rap-Video im zur GAZ-Gruppe gehörigen Motorenwerk Jaroslawl gegen die
Sanktionen: https://youtu.be/IRK0mibI_Dc

Pressekontakt:

Evgeny Morozov, MorozovEIv@gaz.ru

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/139564/4467689
OTS: GAZ Workers Council

Original-Content von: GAZ Workers Council, übermittelt durch news aktuell

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