„Besuchsregeln für die Pflegeheime müssen auf den Prüfstand“ / bpa fordert Beschränkungen: Pflegekräfte müssen vor Überforderung und Bewohner vor Infektionen geschützt werden

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Angesichts der hohen Infektionszahlen in den Pflegeheimen und deutlich mehr Todesfällen als bei der ersten Pandemiewelle im Frühjahr fordert der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), die aktuellen Besuchsregeln in Pflegeheimen auf den Prüfstand zu stellen.

„In den Pflegeheimen haben wir bei Infektionen eine Bündelung an Herausforderungen, da zahlreiche Mitarbeiter in Quarantäne müssen, parallel aber deutlich höhere Anforderungen an die Sicherheit der Pflege und der Betreuung erfüllt werden müssen“, sagt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa). Meurer: „Bei dieser angespannten Personalsituation brauchen wir eine Priorisierung auch bei den Besuchern. Die Heime müssen Besuche, Hygiene- und Infektionsschutz sowie die tägliche Pflege gleichermaßen gewährleisten können.“

„Menschlicher Kontakt ist wichtig“, sagt der bpa-Präsident. Bei der Organisation von Besuchen in Pflegeheimen müsse aber immer die Sicherheit der Bewohner und die Belastungsgrenzen der Pflegenden in den Mittelpunkt gestellt werden.

Nach Worten Meurers seien folgende Festlegungen nötig:

– Die Beschränkung von Besuchen in Pflegeheimen auf eine Person je Bewohner pro Tag

– Eine von der Einrichtung festzulegende und auf die jeweilige Situation angepasste tägliche Höchstzahl an Besuchen

– Eine vorherige Terminabsprache für Besuche

„Wir müssen die Pflegenden in den Heimen vor wachsender Überforderung schützen, um eine sichere Versorgung der Bewohner zu wahren“, so der bpa-Präsident.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 12.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseinsvorsorge. Als gutes Beispiel für Public-private-Partnership tragen die Mitglieder des bpa die Verantwortung für rund 365.000 Arbeitsplätze und circa 27.000 Ausbildungsplätze (siehe http://www.youngpropflege.de/ oder auch http://www.facebook.com/Youngpropflege ). Die Investitionen in die soziale Infrastruktur liegen bei etwa 29 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Uwe Dolderer, Leiter bpa-Verbandskommunikation, Tel.: 030/30 87 88 60,
www.bpa.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/17920/4782527
OTS: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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