China startet massive Cyber-Attacken gegen die Pressefreiheit

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China startet massive Cyber-Attacken gegen die Pressefreiheit
October 28, 2014

Die ADMG Publishing Ltd., Herausgeber der renommierten Asienzeitung.com und zahlreicher weiterer Online-Magazine, ist zum Ziel von massiven Cyber-Attacken geworden, die nachweislich aus China stammen.
Im Rahmen der aktuellen Berichterstattung über die friedlichen demokratischen Proteste in Hongkong hat die ADMG zahlreiche kritische Meldungen über die dortigen politischen Verhältnisse veröffentlicht und ist dabei auch auf das konkrete Geschehen vor Ort detailliert eingegangen. Mit Beginn der Massenproteste in Hongkong wurde beinahe täglich über die aktuelle Lage berichtet.

Dies scheint einigen Gruppierungen in China nicht ins politische Bild gepasst zu haben, denn die dortigen Machthaber sind nicht an einer kritischen und realistischen Schilderung der Lage interessiert. Was nicht ins kommunistisch gefärbte Weltbild des chinesischen Regimes passt, wird auf kriminellem Wege bekämpft.

Mit Beginn unserer Berichterstattung über die Hongkonger Proteste sahen wir uns mit massiven Cyber-Angriffen (DOS- Attacken) konfrontiert, die allesamt über einen in der chinesischen Provinz Sezuan (auch Sichuan oder Sechuan) stationierten Internet-Provider gelaufen sind.

Das Ziel derartiger DOS-Attacken ist es, mit Hilfe einer Flut von Anfragen einen Server lahmzulegen, auf dem die mißliebigen Veröffentlichungen liegen.

In Spitzenzeiten wurden unsere Server mit einer Anfragewelle von täglich bis zu 200.000 Anfragen überflutet, was einer geschätzten Verzehnfachung des üblichen Verkehrs entspricht. Allein von diesem Provider kamen durchschnittlich 43,7 Anfragen pro Sekunde, zusätzlich zu unserem sonst üblichen Traffic. An Tagen, an denen wir nicht über die Proteste berichteten, wurden die Anfragen teilweise bis auf Null heruntergefahren. Wir haben im Zeitraum vom 18. September bis 22. Oktober exakt 47.460.375 Besucher aus China zusätzlich zu unserem normalen Traffic verzeichnen dürfen.

Oder handelte es sich bei den Anfragen etwa um eine mehrere Zehntausend Menschen umfassende Gruppe von Chinesen, die nicht nur der deutschen Sprache mächtig sind (wir veröffentlichen nur deutschsprachige Artikel), alle aus der gleichen Provinz in China stammen und alle zeitgleich auf die informative, aber kritische Asienzeitung gestoßen sind?

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt….

Das avisierte Ziel, für einen Zusammenbruch unserer Server zu sorgen, wurde jedoch nicht erreicht.

Bei jedem Artikel zu China oder Hongkong, der nicht in die Sichtweise des dortigen Regimes passt, wird der Angriff wieder hochgefahren. Diese Attacke auf die Pressefreiheit wird sich keine unserer Redaktionen gefallen lassen und trotz eventueller wirtschaftlicher Auswirkungen weiterhin ohne Einschränkung über China berichten.

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