DAV-Vorsitzender Becker: Ordnungspolitische Stabilität fördert digitale Innovation bei Arzneimittelversorgung (FOTO)

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Um Innovationen in der Arzneimittelversorgung zu fördern, brauchen
Deutschlands Apotheken mehr Planungssicherheit und klare
ordnungspolitische Eckpfeiler. „Zu diesen Eckpfeilern gehören die
Apothekenpflicht für rezeptfreie Medikamente, das Fremd- und
Mehrbesitzverbot bei Apotheken und der einheitliche Abgabepreis für
verordnete Arzneimittel“, sagte Fritz Becker, Vorsitzender des
Deutschen Apothekerverbandes (DAV), im Politischen Lagebericht zur
Eröffnung des 55. DAV-Wirtschaftsforums in Potsdam vor mehr als 300
Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Medien. In Bezug auf das im
Koalitionsvertrag vereinbarte Verbot des Versandhandels mit
verordneten Medikamenten mahnte Becker zur Eile: „Wir fordern die
Bundesregierung auf, sich schnellstmöglich mit der Umsetzung dieses
Vorhabens zu befassen und ein Gesetzgebungsverfahren in die Wege zu
leiten.“ Die Durchsetzung der Arzneimittelpreisverordnung gegen
ausländische Versandhändler sei ein Beitrag zur flächendeckenden
Gesundheitsversorgung, deren Sicherung die Regierung versprochen
habe, so Becker.

Auf einem stabilen ordnungspolitischen Fundament könnten Apotheken
auch ihre digitale Innovationskraft besser ausspielen: „Die Apotheken
arbeiten im Back-Office schon lange digital. Aber auch im
Patientenkontakt wird die Digitalisierung zukünftig eine noch größere
Rolle spielen“, sagte der DAV-Vorsitzende. Bundeseinheitlich,
diskriminierungsfrei und kassenübergreifend müsse die Digitalisierung
im Gesundheitswesen vorangetrieben werden, damit alle Patienten davon
einen Nutzen haben. Für Becker ist die Konsequenz: „Wir stehen zur
gematik und wir stehen zur dazugehörigen Telematik-Infrastruktur. Wir
bekennen uns zum E-Rezept und zur E-Patientenakte. Unregulierten
Wildwuchs, bei dem E-Rezepte gezielt fehlgesteuert werden und die
Datensicherheit auf wackeligen Füssen steht, lehnen wir ab.“ In einem
weiteren E-Health-Gesetz sollten laut Becker insbesondere das
Medikationsmanagement fortentwickelt und damit die
Arzneimitteltherapiesicherheit verbessert werden: „Die Einführung
eines qualitätsgesicherten, honorierten und abgestuften Systems von
Medikationsanalyse und -management würde die deutschlandweite
Sicherheit in der Arzneimitteltherapie stärken.“

Mehr Informationen unter www.abda.de und
www.dav-wirtschaftsforum.de

Pressekontakt:
Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, 030 40004-132, r.kern@abda.de
Christian Splett, Pressereferent, 030 40004-137, c.splett@abda.de

Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuell

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