EKD-Statistik: Beleg für langfristige Mitgliedschaftsentwicklung/ Mitgliederrückgang 2018 auf Vorjahresniveau. Erhöhte Austritte auch bei evangelischer Kirche.

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Die Kirchen in Deutschland haben auch im Jahr
2018 weiter an Mitgliedern verloren. Die jüngste Mitgliederstatistik,
die die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) heute in Hannover
veröffentlicht hat, bestätigt die langfristig rückläufige
Entwicklung, auf die das Forschungszentrum Generationenverträge (FZG)
der Albert-Ludwig-Universität Freiburg in ihrer ökumenischen
Projektion der Kirchenmitglieder und der Kirchensteueraufkommen
bereits Anfang Mai hingewiesen hatte. Nach den heute veröffentlichten
Zahlen gehörten zum Stichtag 31.12.2018 insgesamt 21.140.599 Menschen
einer der 20 Gliedkirchen der EKD an. Dies entspricht – wie schon im
Vorjahr – einem Rückgang von rund 1,8 Prozent.

Bestätigt haben sich auch die in einigen Städten und Kommunen
bereits im Frühjahr bekanntgewordenen höheren Austrittszahlen für die
Kirchen im Jahr 2018. So lag die Zahl der Austritte in der
evangelischen Kirche im Jahr 2018 rund 11,6 Prozent über der
Vorjahreszahl. Nach den aktuellen Berechnungen auf Basis der
gemeldeten vorläufigen Zahlen aus den Gliedkirchen der EKD traten
2018 rund 220.000 Menschen aus der evangelischen Kirche aus. Der
Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm,
unterstreicht: „Jeder Austritt schmerzt. Da Menschen heute, anders
als früher, aus Freiheit entscheiden, ob sie der Kirche angehören
wollen, gilt es für uns heute noch deutlicher zu machen, warum die
christliche Botschaft eine so starke Lebensgrundlage ist. Wir sind
dankbar für die vielen Menschen, die sich heute aus Überzeugung für
die Mitgliedschaft in ihrer Kirche entscheiden. Unser Land wäre ärmer
und kälter ohne sie. Mehr denn je ist unsere Gesellschaft auf
Menschen angewiesen, die aus der festen Hoffnung ihres Glaubens auf
eine bessere und gerechtere Welt leben.“

Als weitgehend stabil erwies sich die Zahl der Taufen und
Aufnahmen: Mit rund 170.000 Taufen und rund 25.000 Aufnahmen liegen
die hochgerechneten Zahlen annähernd auf Vorjahresniveau. Die Zahl
der evangelisch Verstorbenen lag 2018 mit rund 340.000 ebenfalls in
vergleichbarer Größenordnung wie im Vorjahr.

Auf die finanzielle Situation der evangelischen Kirche hat der
Rückgang bei den Mitgliederzahlen zwar zunächst noch keine sichtbaren
Auswirkungen. Bedingt durch die positive Entwicklung der Löhne und
Einkommen in Deutschland stieg das Kirchensteueraufkommen 2018 leicht
an auf 5,79 Milliarden Euro. Mit dem Rückgang der Mitgliederzahlen
werden sich laut der Projektion des FZG aber auch die finanziellen
Möglichkeiten der beiden Kirchen bis 2060 in etwa halbieren. Den
Berechnungen der Freiburger Wissenschaftler zufolge werden die
Mitgliederzahlen beider Kirchen bis 2060 um rund die Hälfte
zurückgehen. Aufgrund stärkerer Zuwanderungsströme aus dem Ausland
verliert die katholische Kirche geringfügig weniger Mitglieder als
die evangelische.

Die Kirchenmitgliedszahlen zum 31.12.2018 sind abrufbar unter
https://www.ekd.de/statistik.

Weitere Informationen zur Mitgliederentwicklung in der
evangelischen Kirche finden Sie unter www.ekd.de/projektion2060.

Zum Download zur Verfügung steht dort auch die heute erschienene
EKD-Statistik-Broschüre „Evangelische Kirche in Deutschland – Zahlen
und Fakten zum kirchlichen Leben“, Ausgabe 2019. Druckexemplare
können kostenlos bestellt werden im Kirchenamt der EKD unter Telefon
0511/27 96-359 oder per E-Mail: statistik@ekd.de.

Hannover, 19. Juli 2019

Pressestelle der EKD

Carsten Splitt

Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
E-Mail: presse@ekd.de

Original-Content von: EKD Evangelische Kirche in Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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