Endlich Einigung bei der Ausbildungsoffensive Altenpflege bpa: Weg frei für Zehntausende von neuen Auszubildenden und Umschülern / Details des Kompromisses werden vorgelegt

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Nach monatelangem Streit zwischen der Bundesagentur
für Arbeit (BA) und den Bundesländern bei der Ausbildungs- und
Qualifizierungsoffensive Altenpflege hat jetzt
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder den Durchbruch verkündet.
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), der
Partner dieser Offensive ist, begrüßt dieses:

„Endlich gibt es eine Einigung. Damit ist der Weg frei für
Zehntausende von neuen Auszubildenden und Umschülern in der
Altenpflege. Angesichts des eklatanten Fachkräftemangels in der
Pflege haben wir schon zu viel Zeit verloren. Der bpa steht in den
Startlöchern zur Umsetzung der Offensive. Die Pflegeeinrichtungen und
die Pflegekräfte vor Ort werden sie konkret unterstützen. Dazu zählt,
dass die Pflegeeinrichtungen sofort 4.000 Pflegehelfern einen
Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen und diese gemeinsam mit der BA
zu Pflegefachkräften qualifizieren“, so bpa-Präsident Bernd Meurer.

Der bpa hatte in den vergangenen Monaten immer wieder eine
Einigung und einen Abschluss der Ausbildungsoffensive eingefordert.
Durch den fehlenden Konsens zwischen BA und Bundesländern wurde der
rechtzeitige Start zum Ausbildungsjahr 2012 verpasst. Dadurch seien
auch, so Bernd Meurer, die Chancen für interessierte Umschüler wegen
der unklaren Finanzierung ungenutzt geblieben.

Als Erfolg wertet der bpa insbesondere die Vorhaben, durch
gemeinsame Anstrengungen die Rekordausbildungszahlen jährlich um zehn
Prozent zu steigern, die Umschulungen deutlich auszubauen und die
Absicht der Länder, kostenlose Schulplätze zur Verfügung zu stellen.
Ebenso wichtig ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die
Beschäftigten und deren zusätzliche Qualifizierung, um die
Berufsverweildauer zu verlängern.

Besonders begrüßt wird seitens des bpa auch, dass im Rahmen dieser
Offensive weitere Vermittlungsabsprachen geschlossen werden, um mehr
ausländischen Pflegefachkräften eine Beschäftigung in Deutschland zu
ermöglichen.

„Denn neben mehr Ausbildung und mehr Umschulungen im Inland
brauchen wir auch eine gezielte Zuwanderung von qualifizierten
ausländischen Pflegefachkräften, wenn wir dem Fachkräftemangel
erfolgreich begegnen wollen. Nach einer Studie der
Bertelsmann-Stiftung fehlen bis 2030 rund 500.000 Pflegekräfte. Da
müssen wir wirklich alle Register ziehen“, so der bpa-Präsident.

Bei aller Zustimmung für die grundsätzliche Einigung sieht der bpa
aber noch Klärungsbedarf. Denn wie der Kompromiss aussieht, den die
Bundesländer und die BA bei der „Wiedereinführung der dreijährigen
Umschulungsförderung bei gleichzeitiger Stärkung der Möglichkeit zur
Ausbildungsverkürzung bei entsprechenden Vorkenntnissen“ gefunden
haben, ist unklar. Staatssekretär Lutz Stroppe hat dazu angekündigt,
alle Partner der Offensive noch einmal einzubinden.

„Wir nehmen den Staatssekretär beim Wort. Wir werden den
gefundenen Kompromiss prüfen und hoffen zugleich, dass die
Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive dann endlich starten kann“,
so Bernd Meurer.

Pressekontakt:
Herbert Mauel, Bernd Tews, Geschäftsführer, Tel. 030-30878860.

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