Ferrero verweigert persönliche Briefannahme

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Die PR-Abteilung von Ferrero verweigerte heute einen Termin zu einer Briefübergabe der Parents for Future. Diese gratulieren dem Konzern in ihrem Brief zum 75-jährigen Firmenjubiläum und bitten gleichzeitig darum, dass Ferrero den auf ihrer Homepage kommunizierten Leitsätzen folgt, u. a.:

• „Für uns sind Innovation, Kompetenz und Sensibilität für Umweltaspekte entscheidende Faktoren für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit“
• „Wasser ist eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen“

In dem Brief der Parents for Future wird ausgeführt, dass diese Grundsätze nicht dazu passen, dass Ferrero den Ausbau der A 49 unterstützt. Denn diese Unterstützung erweckt folgenden Eindruck:

• Ferrero beabsichtigt auch in Zukunft nicht, die vorhandenen Gleise in Stadtallendorf zu nutzen und seinen CO2 Abdruck damit eklatant zu verbessern.
• Der Wasserschutz der Region ist Ferrero nicht viel wert.
Schließlich verläuft der Ausbau durch ein wichtiges Wasserschutzgebiet, der Planfeststellungsbeschluss ist bezüglich des Wasserrechts fehlerhaft und im Baugebiet befindet sich eine der größten und gefährlichsten Rüstungsaltlasten Europas.

Daher bitten die Parents for Future darum, die postulierte Verantwortung für die Umwelt durch einen Einsatz gegen den Ausbau der A 49 wahrzunehmen und auf einen Bundesstraßenausbau umzuschwenken, damit das europäische Naturschutzgebiet gerettet und der Trinkwasserschutz für die Rhein-Main-Region sichergestellt werden kann.

Erstaunlicherweise weist die Pressestelle von Ferrero ohne Kenntnis des Briefes darauf hin, nicht der Initiator des Ausbaus gewesen zu sein, der in der Hoheit des Landes Hessen liege (was Tarek Al-Wazir ja wiederholt bestritten hat ). Und auch wenn Ferrero nicht Initiator gewesen sein mag, liegt es doch nahe, dass die Forderungen nach dem Ausbau dieses so gewichtigen multinational agierenden Konzerns und die große Summe an (illegalen) Parteispenden die Genehmigungen mit beeinflusst haben könnten. Dementsprechend hätte Ferrero durchaus die Macht, durch die Bewerbung eines alternativen Bundesstraßenausbaus, wie er im sog. Planfall P 2 bereits fertig ausgearbeitet ist, auf einen ordentlichen Wasserschutz einzuwirken.

Es ist bedauerlich, dass Ferrero kein Interesse daran hatte, darüber bei einer Briefübergabe ins Gespräch zu kommen!

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