Mit der Härte des Gesetzes – zu den Übergriffen gegen sorbische Bürger

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Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem sorbischen Dorf in der Lausitz unterwegs. Mehrere Sorben fordern Sie auf, nicht deutsch zu sprechen, sondern sorbisch. Und nehmen gleichzeitig eine bedrohlich wirkende Pose ein. Unrealistisch? Sicher. Aber im umgedrehten Fall ganz sicher nicht.

Tatsächlich werden immer mal wieder Sorben angepöbelt, nur weil sie sich in ihrer Muttersprache unterhalten. In anderen Fällen lassen sorbenfeindliche Täter ihre Wut an zweisprachigen Ortstafeln aus, an Betsäulen oder schlimmstenfalls an Menschen. Ihrer Meinung nach sollten die Sorben vollständig im deutschen Volk aufgehen. Oder verschwinden. Nur mal zur Erinnerung: Die Sorben waren zuerst in der Lausitz heimisch. Die Deutschen kamen erst später im Zuge der Ostkolonisation des Hochmittelalters. Neben Zeiten eines auskömmlichen Neben- und Miteinanders gab es immer wieder Epochen der Unterdrückung der Sorben durch die Deutschen.

Durch die Industrialisierung der Lausitz ab dem 19. Jahrhundert wurde das Sorbische massiv zurückgedrängt. Bergbau und abgebaggerte sorbische Dörfer taten ihr Übriges. Und dennoch konnte sich das kleine, stolze Volk bis heute halten.

Warum können nicht endlich mal alle Lausitzer akzeptieren, dass Zweisprachigkeit ein Gewinn ist, und die Sorben genauso zur Lausitz gehören wie die Deutschen. Deshalb sollte der Gesetzgeber bei sorbenfeindlichen Straftaten nicht lange fackeln. Und die Täter zeitnah mit den Konsequenzen ihres Handeln mit aller Härte vertraut machen.

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