Heilbronner Stimme: Millionenschwere Förderung für Konsulatsunterricht

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Baden-Württemberg hat den Konsulatsunterricht im
Land im vergangenen Jahr mit mehr als 1,1 Million Euro bezuschusst.
Das teilte das Kultusministerium auf Anfrage der „Heilbronner Stimme“
(Freitagausgabe) mit. Das Land fördert demnach Kurse ab einer
Teilnehmerzahl von zwölf Kindern. Den größten Teil der Finanzierung
des umstrittenen Sprachunterrichts übernehmen die Herkunftsländer,
die auch die Lehrer an die Schulen im Land schicken. In der Regel
stellen staatliche Schulen die Räumlichkeiten für den Unterricht zur
Verfügung.

Aktuell bezuschusst Baden-Württemberg demnach den
Konsulatsunterricht aus vierzehn Herkunftsländern:
Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Italien, Kosovo, Kroatien,
Mazedonien, Polen, Portugal, Serbien, Slowenien, Spanien, Türkei,
Tunesien und Ungarn. Der muttersprachliche Zusatzunterricht Türkisch
ist derzeit mit 508 Kursen der größte geförderte Bereich. Es folgen
Italienisch (141 Kurse) und Griechisch (44 Kurse).

Derzeit lässt das Kultusministerium prüfen, zu welcher
Unterstützung das Land aufgrund einer EU-Verordnung verpflichtet ist.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie
Landtagsabgeordnete mehrerer Fraktionen fordern die Abschaffung des
Konsulatsunterrichts. Sie befürchten angesichts der politischen
Entwicklung in der Türkei eine nationalistische Indoktrinierung von
Schülern mit türkischem Migrationshintergrund. Der
Konsulatsunterricht wird von den Schulämtern nicht überwacht.

Pressekontakt:
Heilbronner Stimme
Chefredaktion
Telefon: +49 (07131) 615-794
politik@stimme.de

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