Invest in Future 2011: Unternehmenübernehmen Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern

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Ein spannender Prozess: Unternehmen kooperieren zunehmend mit Kindertagesstätten und Schulen. Zwei Welten treffen sich. Beim Bildungs- und Betreuungskongress „Invest in Future“ kommen am 24. und 25. Oktober 2011 in Stuttgart Chancen und Herausforderungen zur Sprache. Außerdem geht es um ein relativ neues unternehmerisches Handlungsfeld: die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Stuttgart (eos) – Mit der Bildung und Erziehung von Kindern befassen sich nicht nur Eltern und Pädagoginnen bzw. Pädagogen. Unternehmen mischen zunehmend mit: Sie eröffnen eigene Kindertagesstätten oder beteiligen sich an Einrichtungen, sie kooperieren mit Kindergärten und Schulen, stellen Material und Fachwissen zur Verfügung. Das Ergebnis: Die Grenzen zwischen Arbeits- und kindlichen Lebenswelten werden durchlässiger. Gleichzeitig wird das System komplexer. Während des interdisziplinären Kinderbetreuungs- und Bildungskongresses für Unternehmen, Träger und die öffentliche Hand, „Invest in Future“, wird es am 24. und 25. Oktober in Stuttgart unter anderem um dieses Thema gehen. Veranstalter sind die Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH, der KiND e.V. Dachverband und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS).

Privates und Berufliches rückt zusammen
Unternehmen stellen ihr Engagement vor: So berichtet beispielsweise Katrin Kruppe von RWE von „RWE COMPNAiUS“. Im Rahmen dieser Initiative unterstützt der Energieversorger ehrenamtliches Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. bringt Beschäftigte ins Ehrenamt, indem er Möglichkeiten aufzeigt, einen organisatorischen Rahmen und finanzielle Unterstützung bietet. „Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führten zum Beispiel ein Theaterprojekt mit Geschwistern schwer kranker Kinder durch. Andere beteiligen sich als Mentorinnen und Mentoren am Projekt –Big Brothers Big Sisters–, einem Mentoringprogramm für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren“, sagt Kruppe.

Betriebskitas: Chance und Herausforderung
„Wer Geld gibt, will – zu Recht – auch mit reden“, unterstreicht Martina Ritzenhoff in ihrem Vortrag „Und plötzlich entscheiden Aufsichtsräte, Geschäftsführungen… mit – warum Betriebskitas eben doch –ein bischen besonders– sind“. Ritzenhoff ist Fachlehrerin an der Fachhochschule Bielefeld und leitet gleichzeitig die hochschuleigene Kita „EffHa“. „Es stoßen unterschiedliche Welten mit unterschiedlichen Interessen aufeinander. Das ist spannend und eine große Chance für mehr Transparenz und gegenseitiges Verständnis.“ Es sei aber auch eine Herausforderung. „Die Zusammenarbeit gelingt, wenn beide Seiten ihre Erwartungen von Beginn an klar formulieren, wenn es einen Austausch auf Augenhöhe und das Bestreben gibt, Schnittmengen zu finden.“

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege: Handlungsfeld für Unternehmen
Während viele Unternehmen im Bereich Kinderbetreuung bereits Erfahrungen sammelten, betreten Betriebe, die Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege umsetzen möchten, noch weitgehend Neuland. Ein eigenes „Invest in Future“ – Themenforum „Beruf und Pflege“ gibt Impulse für entsprechende Aktivitäten. Dass unternehmerisches Engagement in diesem Bereich lohnt, zeigt eine aktuelle Untersuchung des Forschungszentrums Familienfreundliche Personalpolitik an der Uni Münster: Auf 19 Millionen Euro beziffern die Expertinnen und Experten die Kosten, die durch ungelöste Konflikte zwischen Beruf und Pflegeaufgaben für deutsche Unternehmen jährlich entstehen.

Weitere Informationen zum Kongress
Das komplette Vortragsprogramm ist abrufbar unter: www.invest-in-future.de oder erhältlich bei der ausführenden Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse unter: invest-in-future@messe-sauber.de

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