Kölner Stadt-Anzeiger: Folter-Prozess Burbach: Staatsanwaltschaft bot Deal an

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Köln. Vor dem Prozess um Misshandlungen in dem
nordrhein-westfälischen Flüchtlingsheim Burbach strebte die
Staatsanwaltschaft Siegen einen Deal an. Wie der „Kölner
Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch-Ausgabe) unter Berufung auf einen der
Verteidiger berichtet, trafen sich alle Prozessbeteiligten vor einem
Jahr zu einem Vorgespräch. In der Zusammenkunft am 20. November 2017
habe der für die Anklage zuständige Oberstaatsanwalt den Verteidigern
ein Angebot gemacht: „Nach einem Geständnis bot der Ankläger an, die
unterschiedlich gelagerten Fälle gegen eine Geldstrafe oder im
Höchstfall gegen Bewährungsstrafen zu den Akten zu legen“, so der
Hagener Rechtsanwalt Ihsan Tanyolu. Bis auf sechs hätte alle seine
Kollegen die aus prozessökonomischen Gründen erfolgte Offerte
abgelehnt. Die geständigen Angeklagten müssen sich in einem zweiten
Prozess im Januar verantworten. Tanyolu vertritt in dem Verfahren
einen mitangeklagten Sozialarbeiter.

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Kölner Stadt-Anzeiger
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