Kölner Stadt-Anzeiger: Kriminologe Pfeiffer sieht Macho-Kultur als wesentlichen Faktor für Gewaltbereitschaft junger Männer

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Warnung vor falschen Rückschlüsssen auf
Migrationshintergrund des Tatverdächtigen im Tötungsfall Sankt
Augustin

Köln. Nach der Tötung einer 17-Jährigen im nordrhein-westfälischen
Sankt Augustin warnt der Kriminologe Christian Pfeiffer vor falschen
Rückschlüssen auf den Migrationshintergrund des mutmaßlichen Täters,
eines Deutschen kenianischer Herkunft. Tötungsdelikte junger Menschen
in Deutschland würden in den meisten Fällen von sozial ungefestigte
Personen begangen, die eine Trennung einfach nicht aushalten, sagte
der ehemalige Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts
Niedersachen (KFN) dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstag-Ausgabe).
„Nicht der Pass ist das Problem, sondern die soziale Sicherheit
beziehungsweise Unsicherheit.“ Wer sozial gut vernetzt sei,
beruflich oder in der Ausbildung mit klaren Perspektiven unterwegs
sei, eine unterstützende Familie habe, der halte „den Frust einer
Trennung durch“. Wer keinen Boden unter den Füßen hat, ist eher in
Gefahr, im Konfliktfall zu töten.“ Das treffe auf Migranten stärker
zu als auf Deutsche. Für die Gewaltbereitschaft männlicher
Jugendlicher entscheidend seien die Männlichkeits-Vorstellungen in
der Gesellschaft. „Überall dort, wo männliche Jugendliche in
Kulturen männlicher Dominanz aufwachsen, fällt es ihnen schwerer,
eine von einer Frau gewünschte Trennung zu akzeptieren. Das ist ein
Grundproblem der Immigration.“ www.ksta.de/31688524

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
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Telefon: 0221 224 2080

Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell

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