Merkel macht Biodiversitätskrise mitverantwortlich für Pandemien / Campaign for Nature: Dieser Erkenntnis müssen jetzt Taten folgen

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Die Campaign for Nature begrüßt die klare Aussage der Bundeskanzlerin auf dem 11. Petersberger Klimadialog, mit der sie auf die enge Verbindung der Biodiversitätskrise mit Pandemien, wie Covid-19, hinweist. Wissenschaftlern zufolge seien in den letzten Jahrzehnten 60 Prozent aller Infektionskrankheiten von Tieren auf Menschen übertragen worden. Das sei “insbesondere auf die verstärkte Nutzung bislang ungestörter Lebensräume und der damit verbundenen Nähe zu wilden Tieren zurückzuführen.” Merkel mahnt an, dass Fortschritte beim internationalen Schutz der Biodiversität gemacht werden müssten und daher bis zur 15. UN-Konferenz zur Umsetzung der Biodiversitätskonvention im nächsten Jahr ein neuer Rahmen für den Schutz der Artenvielfalt nötig sei.

Die Campaign for Nature fordert die Bundesregierung auf, diesen Aussagen jetzt konkrete und verbindliche Taten folgen zu lassen und appelliert an die Kanzlerin, die Bewältigung der Biodiversitätskrise zur Chefsache zu machen. Nur so könne sichergestellt werden, dass sich die Bundesregierung endlich auf ehrgeizige und klare Ziele und Positionen zum Schutz der Biologischen Vielfalt verpflichtet und sich für deren konsequente Umsetzung innerhalb der EU und international einsetzt. Dazu gehöre auch, dass auf der UN-Konferenz vereinbart wird, mindestens 30% der wichtigsten Lebensräume der Erde bis 2030 unter effektiven Schutz zu stellen und die dafür notwendigen Finanzmittel zu mobilisieren.

“Der Schutz von einem Drittel der Erde, insbesondere der noch intakten Tropenwälder, würde die Gefahr des Ausbruchs und der Verbreitung weiterer Pandemien vermindern und damit einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, ähnlich dramatische Auswirkungen, wie wir sie gegenwärtig weltweit erleben, deutlich zu reduzieren”, so Georg Schwede, Europachef der Campaign for Nature.

“Bisher ziert sich die Bundesregierung jedoch mit einem klaren Bekenntnis zu diesem 30%-Ziel für Landlebensräume”, so Schwede. Sie ignoriere damit die dringenden Appelle von Seiten der Wissenschaft. Dieses Ziel gilt als zentral, um den rasanten Verlust von Arten und Lebensräumen zu stoppen und gleichzeitig wichtige Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen.

Pressekontakt:

Dr. Georg Schwede
Representative Europe, Campaign for Nature
georg@campaignfornature.com
mobil: 0170 5571244

Klaus-Henning Groth
Presse, Campaign for Nature
klaus-henning@campaignfornature.com
mobil: 0172 449 3366

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/134001/4583722
OTS: Campaign for Nature

Original-Content von: Campaign for Nature, übermittelt durch news aktuell

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