Mittelbayerische Zeitung: Feigenblatt / Kommentar zu „Schröders Engagement bei Rosneft“

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Man könnte, wie Gerhard Schröder das
beansprucht, die Wahl des Alt-Kanzlers in den Aufsichtsrat des
Ölkonzerns Rosneft als Privatsache eines Rentners abtun. Aber das ist
sie natürlich nicht. Der russische Konzern ist in den vergangenen
Jahren unter Leitung des Putin-Vertrauten Igor Setschin von einer
kleinen Ölfirma zum globalen Akteur aufgestiegen. Der russische Staat
hält nicht nur viele Anteile an Rosneft, sondern der Konzern ist
zugleich der größte Steuerzahler. Er ist wirtschaftlich und politisch
eine Macht. Die Aufgabe des Bundeskanzlers a.D. im Aufsichtsgremium
dürfte nun weniger die des Kontrolleurs von Setschin sein, sondern
die eines Feigenblattes. Dass sich der Putin-Freund als Fürsprecher
der Aufhebung von Sanktionen und für das Akzeptieren der Annexion der
Krim ausspricht, wird in russischen Medien gefeiert. In der SPD
dagegen graust man sich.

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