Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Donald Trump, Autor: Thomas Spang

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Der Teleprompter konnte den Twitter-Präsidenten
nicht im Zaum halten. Wie im Comic drohte der Super-„Donald“ aus
Amerika dem „Raketenmann“ in Nordkorea mit der „totalen Zerstörung“.
Und das mühsam ausgehandelte Atom-Abkommen mit dem Iran? „Eine
Schande“. Diese Charakterisierung beschreibt eher die peinliche
Mixtur aus Sprechblasen, Gemeinplätzen und Kriegstreiberei, zu der
die mit Spannung erwartete Jungfernrede des
„Amerika-über-Alles“-Präsidenten geriet. Die USA verabschieden sich
unter Trump endgültig von ihrer Rolle als Führungsmacht, die ihren
Einfluss geschickt durch ein Geflecht internationaler Organisationen
ausübt, die sie nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen hat. Im Kern
sagt Trump den UN, sie seien als verlängerter Arm seiner
chauvinistischen Außenpolitik willkommen. Ansonsten seien sie
nutzlos. Das Problem besteht darin, dass die Welt kein Comic-Heft mit
guten Helden und Bösewichten, sondern ein verletztlicher Raum ist,
den sechs Milliarden Menschen teilen. Statt Lösungen bietet
Super-„Donald“ der Welt nicht viel mehr als Sprüche an. Freiwillig
dürften ihm auf diesem düsteren Pfad nur wenige folgen.

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