Mittelbayerische Zeitung: Mittelbayerische Zeitung (Regensburg) zu „Drohnen für den Privatgebrauch“

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Grenzen ziehen

von Thomas Spang

Drohnen für jedermann – das klingt futuristisch. Dabei hat die
Zukunft längst begonnen. Die Technologie in den günstigen
Heim-Drohnen ist im Prinzip dieselbe, die in den Predators, Reapers
und Global Hawks der Militärs steckt. Nur sehr viel günstiger und
dank Open Source auch offener. Möglich macht es der Verfall der
Preise für Chips, Sensoren und GPS – allesamt Bauteile, die auch in
Smartphones Verwendung finden. Die Analogie zum „fliegenden Handy“
ist nicht so weit hergeholt. Der Transfer der militärischen
Technologie in den zivilen Bereich hat damit bereits voll begonnen.
Für sich genommen muss das nicht schlecht sein. Internet und GPS
hatten auch im militärischen Bereich ihre Anfänge. Es wäre sogar
wünschenswert, wenn Drohnen in nicht allzu ferner Zukunft mit ihren
zivilen Segnungen statt todbringenden Waffen identifiziert werden.
Bei allem Enthusiasmus für die positiven Einsatz-Möglichkeiten, gilt
es aber, bei den Risiken wachsam zu bleiben. Ohne klaren Schutz für
die Privatsphäre droht die schöne neue Drohnenwelt zum Albtraum zu
werden. Schon bevor die elektronischen Brummer in der Nachbarschaft
herumschwirren, müssen Grenzen gezogen werden. Es schadet nicht,
schon heute darüber nachzudenken, wie wir morgen unsere
Freiheitsrechte schützen wollen. Die Drohnen-Revolution wird sich
nicht aufhalten lassen. Wie immer liegt es an den
Bürgergesellschaften, das Beste daraus zu machen.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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