Mitteldeutsche Zeitung: Kita-Affäre: Fraktionsvize widerspricht Knöchel

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Nach einer Anzeige gegen den Landtagsfraktionschef
der Linken in Sachsen-Anhalt, Swen Knöchel, wegen finanzieller
Unregelmäßigkeiten in einem Kita-Trägerverein gerät der Politiker
weiter unter Druck. Während unter anderem die CDU Aufklärung fordert,
bringt sich Knöchel mit einer Erklärung in scharfen Widerspruch zu
seiner Stellvertreterin Eva von Angern. Das berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Es geht darum,
wann der Fraktionschef von der Anzeige wusste.

Knöchel verbreitete am Dienstag eine schriftliche persönliche
Erklärung, in der er ungefragt betonte: „Von der Anzeige habe ich
erst durch Nachfrage der Mitteldeutschen Zeitung Kenntnis erlangt.“
Er bezieht sich dabei auf eine Anfrage der Zeitung vom Montag.
Zeitgleich hatte die Vizefraktionschefin Eva von Angern – die den
lokalen Linken-Politiker, der neben Knöchel in der Affäre in der
Kritik steht, beschäftigt – der Zeitung gesagt, sie habe diesen wegen
der Anzeige beurlaubt. Wenn Knöchels schriftliche Erklärung stimmt,
hätte sie also unterlassen, ihn zu informieren.

Von Angern widerspricht nun auf Nachfrage der Zeitung. „Ich habe
ihm am 7. März gesagt, dass ich meinen Mitarbeiter wegen eines
Strafantrages beurlaubt habe und dass innerhalb des Strafantrages der
Hinweis enthalten sei, dass gegen ihn, Knöchel, ein Strafantrag in
Vorbereitung sei“, sagte von Angern dem Blatt.

CDU-Fraktionschef Siegfried Borgwardt forderte Aufklärung in der
Kita-Affäre: „Der Fraktionsvorsitzende Knöchel tut gut daran, die
Vorwürfe schnellstmöglich zu entkräften“, sagte er der Zeitung.

Die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt wegen Untreue beim
Kita-Träger „Kinderland“ in Bitterfeld-Wolfen. Im Visier hat sie vor
allem einen lokalen Linken-Politiker, der in in die Vereinskasse
gegriffen haben soll. Erster Vorsitzender war laut Vereinsregister
Knöchel. Die Staatsanwaltschaft Halle prüft, ob sie auch gegen ihn
ein Verfahren einleitet. Knöchels Versäumnis soll sein, dass er für
den Verein seit 2009 keine Steuererklärung abgegeben hat.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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