Mitteldeutsche Zeitung: Migration/Asylverfahren/Sachsen-Anhalt Immer mehr Asylbewerber bezichtigen sich schwerer Straftaten, um der Abschiebung zu entgehen

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Halle. Immer mehr Asylbewerber beschuldigen sich
selbst schwerster Verbrechen, um einer Abschiebung zu entgehen. Einer
dieser Fälle beschäftigt derzeit die Staatsanwaltschaft in
Dessau-Roßlau. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche
Zeitung (Montagausgabe). Es geht um einen angeblichen Mord: Ein heute
22-Jähriger aus Afghanistan will in seiner Heimat einen Menschen
getötet haben. Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin ein
Ermittlungsverfahren eingeleitet, mittlerweile aber vorläufig
eingestellt. Der Grund: Die Behörde sieht keine Möglichkeit, an
Beweise zu kommen. „Es gibt kein Rechtshilfeabkommen mit Afghanistan.
Wir haben deshalb keine Chance, an tatsächliche Anhaltspunkte für das
Vorliegen einer Straftat zu kommen“, sagte Behördensprecher Frank
Pieper der MZ. Ohne Leiche und ohne Zeugenaussagen müsse man den
Aktendeckel vorläufig schließen. Den Asylbewerber könnte das
schwebende Ermittlungsverfahren jedoch nun vor der Abschiebung
bewahren. In Afghanistan müssen Mörder und Terroristen mit der
Todesstrafe rechnen; die Bundesrepublik schiebt Verdächtige in solche
Länder grundsätzlich nicht ab.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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