Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Bildung/DDR-Modell Schüler in die Produktion

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Um den zunehmenden Fachkräftemangel zu stoppen,
setzt Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) auf eine
engere Verzahnung von Schule und Wirtschaft. Das berichtet die in
Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). Mit
Beginn des neuen Schuljahres können Sekundar- und
Gemeinschaftsschulen ein neues Element in Stundenpläne eintragen:
die Praxislerntage. In zweiwöchigem Rhythmus verbringen Acht- und
Neuntklässler einen Schultag in einem regionalen Unternehmen, einer
sozialen Einrichtung oder einer Berufsschule. Es geht um Lernen in
der Praxis, angelehnt an die regulären Schulfächer. Ziel der
Praxislerntage ist es, “Handwerk, Industrie und Schule einander
näherzubringen”, sagte Tullner der MZ. Gegen Nachwuchsprobleme in
der Wirtschaft soll damit ein Instrument helfen, das es so ähnlich
auch schon in DDR-Schulen gab: Produktive Arbeit. Laut Ministerium
starten zunächst 30 Schulen im Land, in einem Jahr sollen es 50
sein. Der Vorstoß wird von Wirtschaftsvertretern gelobt – vor
allem angesichts zuletzt 5 800 unbesetzter Ausbildungsplätze in
Sachsen-Anhalt.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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