nd.DerTag: Kommentar zu Kardinal Woelki, der seinen Rücktritt ablehnt

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Es zeugt von Realitätsverlust, wenn Kardinal Woelki ein Fußballspiel heranzieht, um seinen Herrschaftsanspruch über das Erzbistum Köln aufrecht zu erhalten. Zur Erinnerung: Woelki steht massiv in der Kritik für die schändlich verschleppte Aufarbeitung der jahrzehntelang anhaltenden Sexualverbrechen in der Kirche, ihm wird auch Vertuschung vorgeworfen. Ein Fußballspiel könne „eine Anleitung zum guten Leben“ sein, sagte Woelki nun in einem Beitrag für das Kölner Domradio. „Wenn es in der Mannschaft Spaltungen gibt und der eine nur eifersüchtig auf den anderen schielt, weil der mehr Ballbesitz hat und die Tore schießt, funktioniert das nicht.“

Alle wichtigen Gremien des Bistums sollen Woelki signalisiert haben, dass es Zeit sei zu gehen; Kirchenmitglieder treten scharenweise aus. Die Schuld an der Krise sieht er bei anderen: Vor Pfarrern seines Bistums führte er am Freitag Kritik an ihm darauf zurück, dass er als erster Bischof den sexuellen Missbrauch in der Kirche aufgearbeitet habe. Zudem werde ihm sein Widerstand gegen den derzeitigen Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland, den Synodalen Weg, verübelt. Rücktritt? Ich doch nicht! Der Kardinal ist zu verblendet, um zu erkennen, dass er im Abseits steht – zum weiteren Schaden der bereits sehr beschädigten katholischen Kirche.

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