Neue OZ: Kommentar zu Regierung / Niedersachsen / Ausländer

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Verwirrende Vielfalt

Es gibt eine Integrationsministerin, eine Integrationskommission,
einen Integrationsbeirat und nun auch eine Integrationsbeauftragte.
Angesichts solch verwirrender Vielfalt fehlt eigentlich nur noch ein
Integrationskoordinator, der bei all diesen Funktionen in
Niedersachsen den Überblick behält und die Zuständigkeiten steuert.

Im Ernst: Es mutet schon ein bisschen viel des Guten an, was die
neue Landesregierung vom Organisationsaufwand her im
Migrationsbereich auf die Beine stellt. Dass die Aufgabe an sich von
enormer Bedeutung ist, steht dabei völlig außer Frage. Viel zu lange
hat man es in der Vergangenheit versäumt, die Integration von
Zuwanderern zu fördern – aber auch einzufordern, etwa durch die
Pflicht zum Erlernen der deutschen Sprache.

Man darf gespannt sein, wie und wo die neue Landesbeauftragte
Doris Schröder-Köpf in ihrem Amt Akzente setzt. Einen Vorteil bringt
sie auf jeden Fall mit: einen prominenten Namen, der öffentliche
Aufmerksamkeit garantiert. Das war auch bereits im Landtagswahlkampf
deutlich spürbar.

Um sich Respekt zu verschaffen, muss die Gattin des Ex-Kanzlers
aber im Bedarfsfall auch den Mumm haben, sich gegen das eigene
Regierungslager zu stellen. Das könnte nicht einfach werden, denn
Schröder-Köpf ist Mitglied jener SPD-Landtagsfraktion, die zusammen
mit den Grünen nur über eine Stimme Mehrheit im Landesparlament
verfügt.

Hans Brinkmann

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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