Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Schwarzfahrer werden künftig mehr zur Kasse gebeten Instrument mit zweifelh

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Man kann Schwarzfahren mit Fug und Recht als
modernes soziales Schmarotzertum bezeichnen. Alle zahlenden Fahrgäste
müssen den Schaden mit ausgleichen, den offenbar Millionen
Schwarzfahrer pro Jahr verursachen. Insofern ist es nachvollziehbar,
dass das erhöhte Entgelt nach zehn Jahren auf 60 Euro angehoben
werden soll. Doch eine genaue Betrachtung des Phänomens ergibt, wie
so oft, ein differenzierteres Bild. Denn wenn mancherorts nur gerade
jeder vierte Regionalzug überhaupt Zugbegleiter an Bord hat, spricht
das nicht für das Interesse der Verkehrsunternehmen, diesem
Missbrauch auf die Schliche zu kommen. Ein gefundenes Fressen für die
Facebook-Generation: 2.217 Nutzern gefällt etwa die Plattform
„Schwarzfahren Bielefeld“, die vor Kontrolleuren warnt. Und: Der
Tarifdschungel zwischen den Verbundgebieten macht manch einen
Fahrgast zum Schwarzfahrer wider Willen. Bei Missverständnissen
sollten die ÖPNV-Unternehmen die Betreffenden nicht als Kriminelle
abstempeln. Jeder, der in Zeiten von Energiekrise und Klimawandel auf
den ÖPNV umsteigt, sollte vielmehr mit offenen Armen empfangen
werden.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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